Schock für england: ghana-remis wirft wm-ambitionen einen schatten
Dortmund – Die englische Nationalmannschaft hat bei der FIFA WM 2026 einen Rückschlag hinnehmen müssen. Das 0:0 gegen Ghana in der Gruppe L ließ die Erwartungen an die Three Lions deutlich sinken. Während Bundestrainer Thomas Tuchel nach dem Spiel keinerlei Probleme sah, herrscht in der britischen Presse bereits harsche Kritik.
Die presse schlägt alarm: ist england zu blass?
Die Schlagzeilen sprechen eine deutliche Sprache: „Schwacher Abklatsch“, „miserable WM-Leistung“ – so urteilte The Sun über das Spiel. Das Mirror schrieb von einem „glanzlosen England“, das an einem robusten Ghana scheiterte. Jamie Carragher, Fußball-Idol des FC Liverpool, kritisierte in einer Kolumne den Verzicht auf Chelsea-Offensivspieler Cole Palmer, der offensichtlich fehlt, um die tiefstehende Abwehr Ghanas zu knacken.
Die Daily Mail warf England vor, „völlig formschwach“ zu sein und durch die miserable Leistung auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt worden zu sein. Die Frage, wie das Team gegen Frankreich oderSpanien bestehen soll, liegt auf der Hand. TNT Sports bemängelte das „frustrierende 0:0“ und deutete an, dass das Spiel wenig Spannung bot.

Tuchel bleibt gelassen: „kein problem“
Trotz der Kritik zeigte sich Englands Trainer Tuchel im anschließenden Interview bei sportschau.de unbeeindruckt. Er sah „überhaupt kein Problem“ in der Leistung seiner Mannschaft und betonte, dass das Unentschieden gegen Ghana auch nicht das schlechteste Ergebnis sei. „Wir haben nicht verloren, das ist das Wichtigste“, so Tuchel.
Doch die Enttäuschung ist spürbar. Nach dem herausragenden WM-Auftakt gegen Kroatien offenbarte England gegen Ghana seine Schwächen. Ghana präsentierte sich als defensivstark und ließ kaum Torchancen zu. Die Engländer taten sich schwer, die Abwehr zu durchbrechen.
Die nächsten Spiele werden zeigen, ob England seine WM-Ambitionen wieder aufleben lassen kann. Die Kritik der Presse ist jedenfalls ein Weckruf, der die Mannschaft dazu zwingen muss, sich zu steigern.
Die Guardian räumte zwar ein, dass England nicht verloren habe, betonte aber, dass die einzigen spannenden Momente erst am Ende des Spiels kamen. Die Telegraph hob die Leistung des ehemaligen Nationalspielers Jamie Carragher hervor, der den Verzicht auf Cole Palmer als Fehler wertete. Die Uhr tickt für England.
