Kolumbien im glück: erster k.o.-runden-einzug vorzeitig sicher!
Guadalajara – Jubel in der kolumbianischen Auswahl! Die Südamerikaner haben sich bei der Weltmeisterschaft bereits vorzeitig für die K.o.-Phase qualifiziert und damit die Erwartungen übertroffen. Ein knapper 1:0-Sieg gegen die Demokratische Republik Kongo, der erst spät feststand, reichte, um den Platz im Sechzehntelfinale zu sichern.
Díaz und co. überzeugen – trotz harter nuss mpasi
Die Partie verlief keineswegs einseitig. Zunächst schien es, als würden die Kolumbianer an ihrer eigenen Chancenverwertung verzweifeln. Der kongolesische Torhüter Lionel Mpasi zeigte eine Glanzleistung und verhinderte in Guadalajara mehrfach den Rückstand, insbesondere gegen den agilen Bayern-Star Luis Díaz und Jefferson Lerma. Er war schlichtweg unüberwindbar, eine Mauer im Kasten der Zentralafrikaner.
Doch die „Cafeteros“ dominierten über weite Strecken das Spiel, kontrollierten den Ball und zeigten Leidenschaft. Die Trinkpause brachte dann etwas mehr Struktur ins Spiel der DR Kongo, die sich besser aus dem Druck befreien konnte. Erst nach der Pause erhöhte Kolumbien den Druck wieder merklich. Díaz scheiterte erneut am exzellenten Mpasi, bevor Daniel Munoz in der 76. Minute dann doch den entscheidenden Treffer markierte.
Lumumba Vea – ein Symbol der Hoffnung: Vor dem Anpfiff stand die Fußballwelt kurz still, als der weltbekannte Superfan der DR Kongo, „Lumumba Vea“, nach überstandener Ebola-Quarantäne erstmals wieder bei einer WM-Partie dabei war. Sein regungsloses Stehen auf der Tribüne ist ein Symbol für die Hoffnung und den unerschütterlichen Glauben an seine Mannschaft.
Was nun folgt? Am kommenden Samstag winkt Kolumbien die Möglichkeit, sich im Gruppenspiel gegen Portugal den ersten Platz zu sichern. Ein Unentschieden würde ausreichen. Die DR Kongo trifft parallel auf Usbekistan und hat weiterhin realistische Chancen auf die K.o.-Runde.

Die zahlen sprechen für sich: dominanz und effizienz
Die Partie verdeutlichte einmal mehr: Fußball kann unberechenbar sein. Während Kolumbien zwar die Spielkontrolle hatte und mehr Ballbesitz verzeichnete, war es die Effizienz, die letztendlich den Unterschied machte. Mpasis Leistungen dürfen aber nicht vergessen werden – er war der Mann des Spiels für die DR Kongo.
Die kommenden Tage werden zeigen, ob Kolumbien diese Momentum mitnehmen und in der K.o.-Phase weiter für Furore sorgen kann. Ein Sieg gegen Portugal würde die Ambitionen der Mannschaft unter Trainer Néstor Lorenzo untermauern.
