Pesic verlässt bayern mit wut – meistertitel an berlin!

München brodelt! Nach einer dramatischen Finalserie und dem verpassten vierten Meistertitel in Folge verließ Bayern Münchens Trainer Svetislav Pesic am späten Sonntagabend in einem Ausbruch von Wut die Pressekonferenz vorzeitig. Ein unrühmliches Ende einer bemerkenswerten Karriere.

Die knappe niederlage und der bittere abschied

Die Partie gegen Alba Berlin endete mit 81:84, ein Ergebnis, das für die Münchner Fans eine bittere Pille war. Doch die Niederlage selbst scheint nicht der Hauptgrund für Pesics Reaktion gewesen zu sein. Eine Frage eines Journalisten über die Bedeutung des Verlustes gegen seinen ehemaligen Verein, den neuen deutschen Meister Alba, entfachte den Zorn des 76-jährigen Serben. „Sie bekommen keine Antwort“, knurrte Pesic, bevor er den Saal verließ.

Ein historischer Rückschlag: Bayern hatte eine komfortable 47:27-Führung zur Halbzeit aufgebaut, ließ diese Führung aber im Laufe des Spiels dramatisch aus der Hand geben. Pesic übernahm Verantwortung: „Mir ist es als Trainer nie gelungen, eine Mannschaft zu bilden, die in schweren Momenten des Spiels zurückkommt.“ Dieser selbstkritische Kommentar steht im deutlichen Kontrast zu dem wütenden Abgang.

Die nachfolgefrage und hoeneß

Die nachfolgefrage und hoeneß' einmischung

Die Nerven lagen bereits im Vorfeld des Finales blank. Doch die wütende Reaktion Pesics und die 2:3-Serieniederlage gegen Berlin werfen nun auch die Frage nach der zukünftigen Trainersituation bei Bayern auf. Uli Hoeneß, der bayerische Patriarch, mischte sich am Rande des entscheidenden Spiels bei Dyn ein und deutete Anton Gavel, aktuell Trainer von Bamberg, als möglichen Nachfolger an. „Ich persönlich glaube, dass wir in der nächsten Saison Anton Gavel hier als Trainer haben. Man muss versuchen, eine diplomatische Lösung zu finden“, erklärte Hoeneß.

Die Verpflichtung Gavels gestaltet sich jedoch kompliziert, da die Franken ihren Trainer nicht ohne Weiteres abgeben wollen. Die geforderte Ablösesumme liegt derzeit über dem, was Bayern bereit ist zu zahlen. Die Suche nach einem neuen Coach wird sich also zu einem zähen Tauziehen entwickeln.

Die Saison endet somit mit einem doppelten Schock für die Bayern: dem verpassten Meistertitel und dem unversöhnlichen Abgang eines Trainers, der einst als unschlagbar galt. Ob Bayern in der kommenden Saison wieder zu alter Stärke finden kann, bleibt abzuwarten. Ein Neustart unter möglicherweise neuer Führung steht bevor – ein Neustart, der von den Ereignissen dieses Finalwochenendes nachhaltig geprägt sein wird.