Koloniale schatten über italien: reportage enthüllt grausame wahrheit

Rom zittern angesichts neuer Enthüllungen über die vergessene Kolonialgeschichte Italiens. Eine zweiteilige Dokumentation auf La7, „Faccetta Nera – Eroberung und Fall des Reiches“, wirft einen scharfen Blick auf die brutale Vergangenheit des faschistischen Regimes in Afrika, insbesondere in Eritrea. Die Zuschauerzahlen des ersten Teils sprechen eine deutliche Sprache: fast 1,2 Millionen Italiener verfolgten die Sendung, was einem Marktanteil von 7,9 % entspricht – ein Beweis für das wachsende Interesse an diesem dunklen Kapitel der Geschichte.

Ein blutiges erbe in eritrea

Ein blutiges erbe in eritrea

Die Sendung, die heute Abend erneut ausgestrahlt wird, konzentriert sich auf die verheerenden Folgen des italienischen Kolonialkriegs in Eritrea. Auslöser war der dramatische Kampf um Amba Aradam, ein Ort, der für den Einsatz von Chemiewaffen und giftigen Gasen gegen die lokale Bevölkerung und Soldaten in Erinnerung geblieben ist. Die brutale Realität dieser Taktik wird nun in aller Deutlichkeit enthüllt.

Aldo Cazzullo, der Moderator der Sendung, führt die Zuschauer durch die entscheidenden Phasen des Krieges, von der letzten großen Schlacht am Ascianghi-See bis zum gescheiterten Attentat auf den Vizekönig Rodolfo Graziani. Dieser Anschlag löste eine unerbittliche Vergeltungsmaßnahme aus Rom aus, die in den tragischen Massakern von Addis Abeba und dem Blutbad der christlichen Religionsgemeinschaft von Debre Libanòs gipfelte. <Die Zivilbevölkerung zahlte den Preis für die Ambitionen des faschistischen Regimes.

Die Reportage wechselt nach Asmara, um die städtischen und sozialen Spuren der Segregation und der Rassengesetze zu dokumentieren. Die Bilder und Berichte aus Eritrea sind erschütternd und zeigen die systematische Unterdrückung und Diskriminierung der einheimischen Bevölkerung.

Die Sendung endet mit dem militärischen Epilog des italienischen Empires: dem Fall von Cheren, der Kapitulation von Amba Alagi und der endgültigen Niederlage in Gondar gegen britische Truppen. Die italienische Kolonialmacht zerbrach unter dem Druck der Realität und der internationalen Gemeinschaft.

Zur Vertiefung der historischen und kulturellen Analyse schalten die Macher der Sendung prominente Persönlichkeiten wie den Regisseur Luca Guadagnino, den Journalisten Marco Travaglio und die Schriftstellerin Igiaba Scego ein. Ihre Kommentare und Reflexionen bieten zusätzliche Perspektiven auf die komplexen Zusammenhänge dieser Zeit. Reporter Claudia Benassi und Raffaele Di Placido präsentieren außerdem Reportagen aus verschiedenen Orten Italiens, die mit dieser Epoche verbunden sind – von Racconigi bis Rom, von Miramare bis Genua. Die Spuren der Kolonialvergangenheit sind auch heute noch im italienischen Straßenbild sichtbar.