Kölnerinnen stoppen talfahrt mit spärem sieg in nürnberg

Der 1. FC Köln hat seine Negativserie in der Frauen-Bundesliga gestoppt – und zwar mit einem 2:1-Auswärtssieg beim 1. FC Nürnberg. Nach fünf sieglosen Partien und fastzwei Monaten des Wartens holten die Rheinländerinnen am Sonntag endlich wieder drei Punkte. Dabei lief es lange wie am Schnürchen, bis Nürnberg in der Schlussphase nochmal aufschloss und die Kölnerinnen zittern ließ.

Donhauser und jessen stechen früh ein

Laura Donhauser traf nach 19 Minuten zur Führung – ihr erstes Tor der Saison. Sandra Jessen erhöhte per Kopf nur neun Minuten später auf 2:0. Bis dahin war Nürnberg chancenreicher, aber ineffizient. Die Kölnerinnen machten es besser: zwei Chancen, zwei Tore. Nach dem Seitenwechsel verwaltete Köln die Führung souverän, auch weil die Defensive um Amelie Bohnen nun hellwach war.

Die Partie bekam einen kuriosen Kniff: Schiedsrichter-Assistentin Katharina Kruse musste nach 46 Sekunden der zweiten Halbzeit verletzt raus. Die vierte Offizielle sprang ein, acht Minuten Unterbrechung. Die Kölnerinnen ließen sich nicht beirren. Erst in der 80. Minute gelang Nastassja Lein der Anschlusstreffer – doch mehr war nicht drin, trotz 14 Minuten Nachspielzeit.

Tabellenkeller bleibt eng

Tabellenkeller bleibt eng

Mit dem Sieg springt Köln auf Platz acht, Nürnberg bleibt Elfter. Der Abstand: drei Punkte. Für Trainerin Britta Carlson ein wichtiger Erfolg – nicht nur sportlich, sondern auch psychologisch. „Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie in der Lage ist, ein Spiel zu kontrollieren“, sagte sie nach Abpfiff. „Das gibt Selbstvertrauen für die nächsten Wochen.“

Am Samstag gastiert Frankfurt in Köln – ein echtes Sechs-Punkte-Spiel. Nürnberg muss bereits am Nachmittag nach München zum FC Bayern. Wer da nicht gewinnt, rutscht tiefer in den Strudel. Die Kölnerinnen haben jetzt wieder Luft – und wissen: Der Knoten ist geplatzt.