Kölner haie kratzen an der meisterkrone – schwenningen am rande der stunde null
Null Toleranz, drei Siege, ein Schritt vor dem Halbfinale. Die Kölner Haie haben in Schwenningen erneut bewiesen, dass sie in dieser Playoff-Serie nicht nur effizient, sondern gnadenlos sind. Mit dem 4:2 im dritten Viertelfinale ziehen sie die Schwenninger Wild Wings an der Gurgel – und das mit nur noch einem Sieg bis zur nächsten Runde.
Ein finisher namens kammerer
Die Arena war zum Bersten voll, die Stimmung kochte, aber die Haie blieben kalt. Nach 59 Minuten intensiver Schachpartie auf Eis war es Maximilian Kammerer, der mit dem Empty-Netter den Deckel drauf machte. Ein Schlenzer aus der eigenen Zone, der wie ein Vorschlaghammer in die Wild-Wings-Seele nagelte. Die Haie jubelten, Schwenningen starrte in die Röhre.
Doch der Weg zum Sieg war alles andere als glatt. Schon nach 42 Sekunden lag der KEC zurück – Kyle Platzer nutzte einen Abpraller an Janne Juvonen, der sonst so sicher wirkt. Die Haie schüttelten sich aber nicht lange, antworteten mit Dominik Bokk, der nach einem Traumpass von Tuomie und Aubry völlig frei vor Eriksson eiskalt abschloss. 1:1, und die Messe war noch lange nicht gelesen.

Juvonen hält, austin und kero treffen
Die zweite Hälfte des Spiels war ein Gemisch aus Nervenkrieg und Offensivfeuerwerk. Nach 45 Minuten war es Brady Austin, der mit einem Schuss von der blauen Linie einnetzte – nur 60 Sekunden später schlug Tanner Kero aus dem Slot zur vermeintlichen Vorentscheidung ein. Die Haie jubelten, aber Schwenningen gab nicht auf. Tyson Spink verkürzte per Penalty, und plötzlich war alles offen.
Die letzten Minuten waren ein Krimi. Schwenningen nahmt den Torhüter raus, spielte mit sechs Feldspielern – aber Juvonen parierte, was das Zeug hält. Kammerer eroberte die Scheibe und schob ins leere Tor. 4:2, Serie 3:0. Die Haie sind einen Schritt vor dem Traum vom ersten Titel seit 2002.
Am Dienstag geht’s in der Lanxess Arena weiter. Schwenningen ist am Rande der Auslöschung, Köln riecht die Krone. Die Haie wissen: Ein Sieg, und die Meistertraube ist zum Greifen nah.
