Grünwettersbach stürzt nach 0:3-debakel in bad königshofen fast ab
Die Karlsruher haben den Boden unter den Füßen verloren. Nach dem 0:3 beim TSV Bad Königshofen steht ASC Grünwettersbach zwei Spieltage vor Schluss vier Punkte hinter dem Relegationsplatz – das bedeutet: Der einstige Pokalsieger (2013) rutscht nach elf Bundesliga-Jahren so gut wie sicher in die 2. Bundesliga.
Die rechnung ist gnadenlos
Die Niederlage war die zwölfte in Serie. Bei noch maximal sechs erreichbaren Zählern reicht selbst ein Dreier im Restprogramm nicht mehr, um den Rückstand auf den Vorletzten Post SV Mühlhausen aufzuholen. Mühlhausen hatte sich am Samstag mit einem 3:0 beim entthronten Meister Ochsenhausen selbst gerettet – ohne fremde Hilfe.
Für Bad Homburg war das 0:3 in Grünwettersbach dagegen ein Festtag: Die Hessen haben mit sechs Punkten Vorsprung den Klassenerhalt bereits in der Tasche.

Die hintertür bleibt offen – theoretisch
Nationalspieler Ricardo Walther spricht vom „Wunder“, das nötig wäre. Gemeint ist: Grünwettersbach kann nur dann bleiben, wenn der Zweitliga-Meister TSV Windsbach bis zum 15. April auf seinen Aufstieg verzichtet. Die Lizenz liegt zwar vor, doch der Club hat intern schon signalisiert, die Kosten für die höchste Spielklasse nicht stemmen zu können. Sollte Windsbach passen, würde die Ligazentrale den Karlsruhern den Stecker wieder einrasten lassen.

Bergneustadt komplettiert das final four
Während unten die Luft verschwindet, klärt sich oben das Bild. Der TTC Schwalbe Bergneustadt feierte durch ein 3:1 gegen Bad Homburg den Einzug ins Final Four (30./31. Mai). Benedikt Duda und Co. treffen dort auf Düsseldorf, Bremen und den Champions-League-Sieger Saarbrücken. Das neue Endrunden-Format verspricht ein Feuerwerk – und Grünwettersbach schaut vermutlich nur noch aus der Ferne zu.
Die Karlsruher Spieler packten schon nach dem Schlusspunkt ihre Taschen. In der Kabine herrschte Stille, nur das Quietschen der Rollkoffer war zu hören. Ein Abstieg nach elf Jahren ist keine Statistik, sondern ein Schnitt ins eigene Fleisch. Die Liga verliert mit Grünwettersbach einen Traditionsclub, der einst für Sensationen stand – und nun selbst zur Nummer wird, die keiner mehr auf dem Zettel haben will.
