Köln empfängt leverkusen: kann wagner die serie brechen?
Das RheinEnergieStadion fiebert dem Duell zwischen dem 1. FC Köln und Bayer Leverkusen entgegen. Am heutigen Samstag (25. April 2026) treffen die Teams im ausverkauften Stadion aufeinander – ein Spiel, das mehr als nur drei Punkte verspricht. René Wagner könnte mit Köln eine weitere Überraschung präsentieren, während Bayer unter Druck steht, seine beeindruckende Form zu bestätigen.
Wagner's neustart: kölns offensive blüht auf
Seit der Übernahme durch René Wagner hat sich der 1. FC Köln merklich gesteigert. Nach drei sieglosen Spielen unter Lukas Kwasniok, präsentiert Wagner eine Mannschaft, die offensiv deutlich gefährlicher agiert. Im Schnitt schießen die Geißböcke nun 17 Mal pro Partie auf das gegnerische Tor – das sind vier Abschlüsse mehr als unter seinem Vorgänger. Besonders bemerkenswert sind die Kölner Treffer in den Schlussminuten: 18 ihrer bisherigen Tore fielen in der letzten Viertelstunde – nur Bayern und Stuttgart sind da ligaweit besser.
Die Statistik warnt jedoch: Köln steht vor einer Aufgabe, die an die Saison 2002/03 erinnert, als Arminia Bielefeld trotz einer ähnlichen Ausgangslage den Abstieg nicht abwenden konnte. Eine 1:3-Heimniederlage gegen Leverkusen an diesem Spieltag wäre ein bitterer Rückschlag.

Leverkusen unter druck: kann hjulmand die serie halten?
Trotz des Pokal-Aus in München setzt Bayer 04 Leverkusen weiterhin auf Trainer Kasper Hjulmand, dessen Vertrag bis 2027 läuft. Die Werkself reist mit einer bemerkenswerten Serie von 18 Bundesliga-Spielen ohne Niederlage gegen Aufsteiger an – eine beeindruckende Bilanz. Doch auch bei Bayer gibt es Fragezeichen: In den vergangenen sechs Ligaspielen ließen sie neun Punkte nach Führungen liegen – ein Wert, der im Ligavergleich seit dem 25. Spieltag einzigartig ist.
Die Leverkusener verfügen zwar über eine starke Auswärtsbilanz und gewannen zuletzt 1:0 in Dortmund, doch ihre Defensive wirkt anfällig bei Standardsituationen. 20 Standardtore erzielte Bayer in dieser Saison – nur Bayern und Dortmund sind hier besser. Köln hingegen kassierte bereits 22 Gegentreffer nach ruhenden Bällen. Patrik Schick, mit elf Saisontoren bester Leverkusener, traf viermal per Kopf – eine Schwachstelle, die Köln gezielt attackieren könnte.
Die Derby-Bilanz spricht gegen die Werkself: Bayer gewann die letzten vier Pflichtspiele gegen den FC, doch die längste Serie der Werkself in dieser Begegnung datiert aus den Jahren 2004 bis 2009 (sechs Siege).
Die Frage ist: Kann Köln die Leverkusener Serie durchsetzen und Wagner seinen Neustart nachhaltig festigen? Oder wird Bayer seine Dominanz gegen Aufsteiger fortsetzen und den Rückstand auf die Spitze weiter verkleinern? Die Antwort gibt das Spiel am heutigen Abend.