Kofferchaos am flughafen: neue regeln für handgepäck!
Wer kennt es nicht? Der Stress am Gate, wenn das Handgepäck nicht in den überkopfmontierten Schrank passt oder gar verweigert wird. Die Airlines scheinen ein Eigenleben zu entwickeln, wenn es um Gepäckbestimmungen geht. Doch jetzt gibt es Klarheit – und einige überraschende Wendungen.
Die dimensionen: was ist erlaubt?
Die gängige Größe für Handgepäck liegt bei 55 x 40 x 23 cm, aber Vorsicht: Die Toleranz ist gering. Billigfluglinien wie Ryanair, EasyJet und Wizz Air sind hier besonders streng. Oft wird hier nur noch ein kleiner Rucksack unter dem Sitz akzeptiert, während für einen Trolley extra bezahlt werden muss. Bei etablierten Fluggesellschaften ist der Trolley in der Regel im Basistarif enthalten, wohingegen die Aufgabe eines Koffers extra kostet. Die IATA-Richtlinie erlaubt zwar 56 x 45 x 25 cm, aber auch hier gibt es Unterschiede.
Das Gewicht spielt ebenfalls eine Rolle! Viele Airlines verlangen ein Maximalgewicht von 7 bis 10 Kilogramm, bei manchen sogar bis zu 12 kg, wenn man einen kleinen Rucksack zusätzlich mitnimmt. Wer hier spart, riskiert hohe Nachgebühren.

Was darf in den koffer?
Neben den Größenbeschränkungen gibt es auch klare Regeln, was man transportieren darf. Waffen aller Art, einschließlich Spielzeugwaffen, sind tabu. Auch leicht entzündliche oder gefährliche Gegenstände wie Messer, Scheren oder Bohrer müssen im aufgegebenen Gepäck verstaut werden.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf Flüssigkeiten. Bis Juli 2025 gilt die alte Regel: Flüssigkeiten müssen in Behältern bis zu 100 ml verpackt und in einer transparenten Plastiktüte verstaut werden. Doch es gibt eine Ausnahme: Flughäfen mit neueren Scannern (wie in München, Frankfurt, Bologna und Turin) erlauben es, bis zu zwei Liter Flüssigkeiten mitzunehmen, ohne diese aus dem Koffer nehmen zu müssen. Ob Ihr Flughafen dazu gehört, sollten Sie vorab prüfen.
Neue eu-regeln bringen klarheit
Die EU hat kürzlich die Rechte von Fluggästen verschärft. Eine wichtige Neuerung: Der Handgepäcktarif soll in Zukunft obligatorisch im Basistarif enthalten sein. Wer nur mit einem kleinen Rucksack Reisen möchte, soll einen günstigeren Tarif erhalten. Das betrifft vor allem die Billigfluglinien, die bisher oft nur den kleinen Rucksack im Basistarif anbieten und für den Trolley extra verlangen.
Diese Änderung könnte das Reisen in Zukunft deutlich entspannter und transparenter machen – zumindest theoretisch. Ob und wie schnell diese Regelung umgesetzt wird, bleibt abzuwarten.
Die kommenden Monate werden zeigen, ob die neuen Bestimmungen tatsächlich zu mehr Klarheit und weniger Stress am Flughafen führen. Bis dahin gilt: Informieren Sie sich vorab über die Gepäckbestimmungen Ihrer Fluggesellschaft und packen Sie entsprechend. Sonst drohen Ihnen am Gate unangenehme Überraschungen und teure Nachgebühren.
