Koch verliert gesamtführung, verteidigt das grüne trikot in spanien!

Ein Wechsel im Klassement der Spanien-Rundfahrt: Franziska Koch, die lange das Rot-Weiß-Rote Trikot trug, musste es heute nach der vierten Etappe abgeben. Doch die junge deutsche Radsportlerin demonstrierte erneut ihre Klasse und sicherte sich die führung im Kampf um das Grüne Trikot der besten Punktfahrerin – ein Zeichen ihrer Konstanz und taktischen Finesse.

Kopecky setzt zum angriff, koch bleibt vorne

Die Etappe von Monforte de Lemos nach Antas de Ulla präsentierte sich als vermeintlich leichte Aufgabe, doch Lotte Kopecky (Belgien/SD Worx-Protime) nutzte den Sprint um das Ziel zu ihren Gunsten. Mit einem fulminanten Auftritt ließ sie ihre Teamkollegin Anna van der Breggen und die Italienerin Letizia Paternoster hinter sich und sicherte sich den Etappensieg. Die zehn Bonifikationssekunden waren dabei der entscheidende Faktor, der Kopecky an die Spitze des Gesamtklassements katapultierte und Koch verdrängte.

Koch kam als Fünfte ins Ziel, nur sechs Sekunden hinter der neuen Gesamtleiterin. Die Zahl, die man im Auge behalten muss: Kopecky’s sechs Sekunden Vorsprung. Ein knapper Vorsprung, der am Donnerstag in Leon erneut alles auf den Prüfstand stellen wird.

Lippert im mittelfeld, top-favoritinnen im blick

Lippert im mittelfeld, top-favoritinnen im blick

Auch Liane Lippert (Movistar) zeigte eine solide Vorstellung und landete auf dem achten Platz des Gesamtklassements. Mit einem Rückstand von 26 Sekunden auf die Spitze ist sie weiterhin eine Fahrerin, die man auf der Rechnung haben muss. Die Rennen um den Gesamtsieg werden in den kommenden Tagen noch spannender, denn neben Kopecky zählen auch die französische Tour-Siegerin Pauline Ferrand-Prevot (Visma-Lease a bike) und die Polen Kasia Niewiadoma (Canyon SRAM zondacrypto) zu den Top-Anwärterinnen. Niewiadoma, Siegerin der Frankreich-Rundfahrt vor zwei Jahren, ist besonders gefährlich, wenn es bergauf geht.

Die fünfte Etappe am Donnerstag führt von Leon nach Astorga über 119,6 Kilometer. Das Profil ist weitgehend flach, abgesehen von zwei kurzen Anstiegen in der Rennmitte. Ein Fakt, der die Strategien beeinflussen wird: Die flache Strecke begünstigt Sprinter, könnte aber auch von taktisch versierten Fahrerinnen wie Koch genutzt werden, um sich wieder in die Nähe der Spitze zu kämpfen. Koch, die im April als erste deutsche Fahrerin Paris-Roubaix gewinnen konnte, wird zweifellos alles daran setzen, das Grüne Trikot zu verteidigen und den Kampf um das Gesamtklassement neu aufzurollen.