Knorr: final4-enttäuschung weckt ausdauer-alarm!

Köln – Der Traum vom Champions-League-Titel platzte für Juri Knorr und sein Team von Aalborg, doch die bittere Niederlage gegen Barcelona im Final4 offenbarte eine entscheidende Erkenntnis: Um ganz oben mitzuspielen, braucht es eine Ausdauer, die an die Weltklasse-Spieler Gidsel und Gisli erinnert. Deutschland's Nationalspieler, der zuvor souverän Meisterschaft und Pokal in Dänemark gewonnen hatte, musste sich im Halbfinale in die Overtime gegen Barcelona begeben (37:32 n.V./28:28) und im anschließenden Kampf um Platz drei dem SC Magdeburg geschlagen geben (32:26).

Die bittere pille der erkenntnis

„Mit der zweiten Niederlage kann ich ein bisschen besser leben, das ist einfacher zu akzeptieren“, erklärte Knorr nach dem Turnier. „Natürlich hatte ich mir den Ausgang bei Final4 anders vorgestellt. Ich bin mit Aalborg hergekommen, um einen Titel zu gewinnen.“ Doch der gebürtige Kölner weiß, dass die Atmosphäre in der Lanxess Arena und die Unterstützung der 20.000 Fans ein einmaliges Erlebnis waren – und gleichzeitig ein Weckruf.

Was Knorr beim Final4 besonders beeindruckte, war die unglaubliche Kondition der Magdeburger und Berliner Spieler. „Ich bin persönlich auch nicht auf mein bestes Niveau gekommen“, gestand der Spielmacher. „Ich habe hier sehr viel gelernt, vor allem von den Topspielern wie Gisli Kristjansson und Mathias Gidsel. Wie die beiden in zwei Spielen über 60 Minuten hoch und runterrennen, das ist beeindruckend. Da muss ich noch an meiner Ausdauer arbeiten, da sind meine Beine im Vergleich noch sehr müde.“

Sommerpause und neue ziele

Sommerpause und neue ziele

Nach der intensiven Saison in Dänemark steht für Knorr nun erst einmal Urlaub an. „Ich freue mich, ein bisschen Zeit zu Hause zu verbringen und einfach den Kopf frei zu bekommen“, so der 26-Jährige. „Mit meiner ersten Saison in Dänemark bin ich eigentlich ganz zufrieden. Es ist noch nicht alles perfekt, aber es ist okay. Ich bin stolz, dass ich meinen Beitrag zu allen Titeln leisten konnte, und arbeite weiter daran, besser zu werden.“ Die Enttäuschung des Final4 wird ihm dabei in die Motivation einfließen – denn Knorr hat sich eines vorgenommen: Er will im nächsten Jahr zurückkehren und mit neuer Kraft und gesteigerter Ausdauer um den europäischen Thron kämpfen. Die Lektion von Köln ist verstanden: Nur wer seine Grenzen verschiebt, kann im Handball ganz oben mithalten.

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