Knicks verlieren finale: trumps besuch überschattet niederlage gegen spurs
New York – Ein Abend der Enttäuschung im Madison Square Garden: Die New York Knicks haben im dritten Spiel des NBA-Finales gegen die San Antonio Spurs die erste Niederlage kassiert. Der Besuch von US-Präsident Donald Trump sorgte dabei für zusätzliche Anspannung und Buhrufe, während die Spurs mit einer starken Leistung die Partie dominierten.

Wembanyama schlägt zurück, brunson antwortet
Nach den beiden Siegen in den ersten Spielen der Serie hatten die Knicks vor heimischer Kulisse die Chance, die Weichen für den möglichen Titelgewinn zu stellen. Doch Victor Wembanyama, der in den vorherigen Partien noch unter seinen Möglichkeiten gespielt hatte, präsentierte sich heute von seiner besten Seite und erzielte 32 Punkte für die Spurs. Jalen Brunson konnte mit 31 Punkten zwar mithalten, doch das Team aus Texas war insgesamt stärker. Die Niederlage bedeutet eine bittere Erkenntnis für die Knicks, die seit 1973 auf den Gewinn der Larry O’Brien Trophy warten.
Die Stimmung im Madison Square Garden war angespannt. Trumps Anwesenheit, die durch eine Einladung von Knicks-Besitzer James Dolan zustande kam, führte zu einer massiven Sicherheitsbereitschaft und zur Absage der traditionellen Watchparty vor der Arena. Während der Nationalhymne wurden Buhrufe für den Präsidenten laut, während Demonstranten vor dem Eingang Schilder mit der Aufschrift „Trump muss weg“ hochhielten.
Ein Ende der Erfolgsserie. Die Niederlage beendet die beeindruckende Siegesserie der Knicks, die zuvor 13 Partien in Folge gewonnen hatten – der zweitlängste Lauf in der Playoff-Geschichte. Der letzte K.O. kam vor 46 Tagen gegen die Atlanta Hawks, nun müssen die Knicks den Rückstand in der Serie ausgleichen, bevor sie nach San Antonio reisen.
Ein weiterer Blick auf die Bank: Der deutsche Center Ariel Hukporti blieb wie in den ersten beiden Spielen ohne Einsatz. Seine fehlende Präsenz im Spiel der Knicks wirft Fragen nach der taktischen Ausrichtung des Teams auf. Steinbach könnte die Chance nutzen und die NBA-Bühne betreten.
Die Serie steht nun bei 2:1 für die Spurs. Das vierte Spiel findet am Mittwoch in New York statt. Ob die Knicks die Revanche gelingen wird, bleibt abzuwarten. Doch eines ist klar: Der Druck auf das Team ist enorm, insbesondere angesichts der politischen Brisanz des vergangenen Abends.
