Knicks kratzen sich an dezimierten warriors – brunson rettet new york mit rekord

Ein +21-Rückstand gegen ein Team, das sich kaum aus Farm- und Verletztenlöchern zusammenzimmert – und trotzdem mussten die Knicks bis zur letzten Sekunde zittern. Die 110:107 gegen die Golden State Warriors schmecken im Madison Square Garden bitter-süß.

Podziemski führt die g-league-truppe an

Brandin Podziemski? Für 24 Minuten hielt er die Garden-Fans in Atem. 25 Punkte, 6/8 Feld, 7/9 Freiwurf – Zahlen, die an einem normalen NBA-Abend für All-Star-Kandidaturen reichen. Nur: Dies war kein normaler Abend. Die Warriors verzichteten auf sieben ihrer acht Top-Scorer – Curry, Thompson, Wiggins, Paul, Green, Looney, Payton II bleiben in der Kalifornie-Klinik oder auf der Bank. Was übrig bleibt, ist ein Kader, der in Santa Cruz eigentlich Spielzeit sammelt, nicht in Manhattan.

Die junge Wildfang-Truppe spielte sich in einen Rausch. Zwölf Ballverluste der Knicks im ersten Viertel, ein 21-Punkte-Polster Mitte des zweiten Viertels – da glaubte selbst Coach Steve Kerr kurz an ein Basketball-Wunder. Doch der Knick kommt, wie so oft, nach der Pause.

Brunson und towns drehen den schalter

Brunson und towns drehen den schalter

Jalen Brunson hatte bis dahin 4/12 geworfen, schafft aber mit der Innenspielhälfte die Wende. 30 Punkte, 9 Assists – beides neue Playoff-Bestmarken. „Wir haben geschlafen, dann aufgewacht“, sagt er nach Abpfiff. Karl-Anthony Towns liefert 17 Punkte und 12 Rebounds, Josh Hart klaut sieben Bälle und ebnet den Weg für ein 32:22-Drittel.

Golden State schafft es dennoch, die Führung bis 1:47 vor Schluss auf 105:103 zu verkürzen. Dann trifft Brunson vom Perimeter, Santos antwortet mit einem verrutschten Dreier, und als Podziemski im letzten Angriff den Ausgleich versenken will, blockt Anunoby. Die Ballhymne im Garden tobt, die Warriors sinken auf 32-35 ab, die Knicks festigen Platz drei im Osten bei 44-25.

Die Botschaft der Nacht: Selbst ein Not-Kader kann die NBA elektrisieren, aber nur bis zur ersten Playoff-Wechselschaltung. Wer am Ende die Stars parat hat, gewinnt – das war schon vor 50 Jahren so und wird morgen wieder aktuell sein.