Kniat fehlt am betzenberg: jara springt ein – so plant arminia
- Jara kennt das prozedere bereits
- Keine panik im team: vorbereitung läuft wie geplant
- Stieler im fokus: kniat äußert sich zu der sperre
- Hexenkessel betzenberg: arminia will die kontrolle übernehmen
- Fck-gegneranalyse: lieberknecht macht es knifflig
- Defensive schwachstellen: flanken müssen besser verteidigt werden
- Chance vor dem saisonende: vorteil durch parallelspiele
Kaiserslautern fiebert dem Duell gegen Arminia Bielefeld entgegen, doch an der Seitenlinie wird es eine ungewohnte Szene geben: Chefcoach Mitch Kniat wird aufgrund seiner Roten Karte gegen Bochum von der Tribüne aus zusehen müssen. Doch die Ostwestfalen scheinen bestens vorbereitet zu sein – mit Daniel Jara als Interimslösung.
Jara kennt das prozedere bereits
Die Situation ist für Arminia keineswegs neu. Bereits in der Vorsaison, als der DSC noch in der 3. Liga kickte, übernahm Jara kurzzeitig das Ruder, als Kniat aufgrund einer Sperre aussetzen musste. Damals, beim 3:0-Sieg in München, bewies der Co-Trainer sein Können. Kniat selbst scheint der Lösung vertrauen zu können: "Wenn der eine einen Gedanken hat, hat der andere ihn schon fast ausgesprochen", beschreibt er die Zusammenarbeit mit Jara, lobt die "einmalige" Arbeit im Staff.

Keine panik im team: vorbereitung läuft wie geplant
Die Frage, ob das Fehlen des Trainers an der Seitenlinie Auswirkungen auf die Vorbereitung hat, verneint Kniat entschieden. "Für die Mannschaft ändert sich nicht viel, wir sind genauso gut vorbereitet wie immer“, so der 40-Jährige. Er blickt zurück auf eine intensive Trainingswoche und lässt jegliche Zweifel an der Einsatzbereitschaft seiner Mannschaft zerstreuen.

Stieler im fokus: kniat äußert sich zu der sperre
Die rote Karte gegen Bochum sorgte für Diskussionen, und Kniat ließ auch auf Nachfrage zu dem Schiedsrichter Tobias Stieler nicht unerwähnte Worte: "Ich glaube, da kann man Fingerspitzengefühl haben." Er räumte jedoch ein, dass die Wortwahl "geisteskrank“ unpassend war, und bedauerte diesen Ausrutscher.

Hexenkessel betzenberg: arminia will die kontrolle übernehmen
Das Spiel in Kaiserslautern verspricht eine hitzige Atmosphäre. Kniat erwartet einen "Hexenkessel“ und kündigte an, dass die Arminia versuchen wird, das Publikum von Anfang an zu kontrollieren. "Wir müssen sofort versuchen, das Spiel zu kontrollieren und die Zweikämpfe anzunehmen“, betonte er.

Fck-gegneranalyse: lieberknecht macht es knifflig
Die Vorbereitung auf den FCK gestaltet sich jedoch alles andere als einfach. Torsten Lieberknecht's Team ist schwer ausrechenbar. "Sie probieren öfters mal was anderes“, so Kniat, der auf eine variable Taktik des Gegners spekuliert. Ob mannorientiertes Pressing oder eine tief stehende Defensive – die Arminia muss auf alles vorbereitet sein.

Defensive schwachstellen: flanken müssen besser verteidigt werden
Ein besonderer Fokus liegt auf der Flankenverteidigung und der Restverteidigung, die beim Ausgleichstreffer gegen Bochum versagt hatte. "Wir haben es taktisch gut gemacht, haben uns dann aber falsch verhalten“, analysierte Kniat. Ob die Lektion nun gelernt wurde, wird sich am Freitag zeigen.
Chance vor dem saisonende: vorteil durch parallelspiele
Mit 36 Punkten und zwei Zählern Vorsprung vor Fürth befinden sich die Bielefelder in einer komfortablen, aber noch nicht sicheren Position im Abstiegskampf. Der Vorteil, durch die Parallelspiele der Konkurrenz vorlegen zu können, will Kniat nutzen. Nach dem Spiel in Kaiserslautern plant er, auch die Spiele der Kellerkinder live im Stadion zu verfolgen – "da hättest du am liebsten ein Trikot von der Mannschaft an“, schmunzelte er. Der Fokus liegt aber zunächst auf dem eigenen Spiel: Es gilt, am Freitag zu gewinnen und den Abstand zur Abstiegszone weiter auszubauen.
