Knallhartes aus für ploier: sturz wirft speed-hoffnung zurück

Andreas Ploier flog in voller Fahrt, dann knallte er ins Netz. Die Diagnose danach lässt Österreichs Speed-Hoffnung erstarren: Syndesmoseband gerissen, Innenband im Knie ebenfalls. Saison ende, Traum vom Weltcup-Comeback begraben.

Die operation kommt am samstag

Die Ärzte des ÖSV haben keine Zeit verschwendet. Innsbruck, Spezialklinik, Samstag früh – zwei Bänder, ein Eingriff, keine Garantie. Ploier muss die Skisaison 2023/24 abschreiben, die Sommervorbereitung fällt ins Wasser. Er weiß: Die Reha wird monatelang, die Konkurrenz zieht davon.

Der 27-Jährige hatte gerade wieder Tritt gefasst. Rang elf in Gröden war sein Lebenszeichen, danach schwankte er zwischen Mittelmaß und Pech. Platz 17 im Super-G von Wengen war die nächste Ansage, danach wurde es still um den Steirer. Jetzt wird es ganz still.

Der speed-zirkus verliert einen kämpfer

Der speed-zirkus verliert einen kämpfer

Ploier galt als Aufsteiger mit Bleifuß, doch seine Karriere liest sich wie ein Krimi mit zu vielen Cliffhangern. Knie, Sprunggelenk, Rücken – immer wieder neue Kapitel, immer dieselbe Frage: Kommt er zurück? Die Antwort fällt schwerer mit jedem Sturz, mit jeder Operation, mit jedem verpassten Start.

Die Weltcup-Liste der Saison rückt ohne ihn zusammen. Kein Ploier in Courchevel, kein Ploier in Kitzbühel. Die Speed-Disziplinen verlieren einen Mann, der mit 130 km/h durchs Ziel flog und trotzdem Höflichkeit strahlte. Die Konkurrenz wird ihn vermissen – wenn auch nur für einen Moment.

Für Ploier beginnt jetzt der längste Slalom seines Lebens. Keine Zeitnahme, keine Zuschauer, nur Schmerz und ein Ziel: nächster Winter. Die Uhr tickt lauter als je zuvor.