Knaak schwärmt von manchester city: „ein großer schritt für den frauenfußball!

Rebecca Knaak, Nationalspielerin und Abwehrrock, hat in England ein neues Zuhause gefunden – und ist begeistert. Die Bedingungen bei Manchester City sind derart luxuriös, dass sie einen eklatanten Unterschied zur Bundesliga aufzeigen. Ein Blick hinter die Kulissen des englischen Spitzenklubs wirft ein Schlaglicht auf die Professionalisierung des Frauenfußballs.

Top-rahmenbedingungen als erfolgsfaktor

Top-rahmenbedingungen als erfolgsfaktor

„Man merkt die Investition im Alltag sofort“, gesteht Knaak in einem Gespräch mit der FAZ. Es geht weit über das bloße Vorhandensein eines Fußballplatzes hinaus: ein eigenes Fitnessstudio, eine hauseigene Küche mit Ernährungsberatern und individuelle Essensmöglichkeiten gehören zur täglichen Routine. Auch die medizinische Betreuung, die Fitness- und Ernährungsberatung sind auf einem Niveau, das in Deutschland lange vermisst wurde. Der eigens für die Frauenabteilung errichtete Trainingskomplex sei laut Knaak „ein großer Schritt“, da solche Gegebenheiten maßgeblich dazu beitragen, konstant auf hohem Niveau zu arbeiten und erfolgreich zu sein.

Die ehemalige Münchnerin Sydney Lohmann verstärkt seit diesem Sommer ebenfalls die Reihen von Manchester City. Knaak betont, dass die Rahmenbedingungen in England generell beeindruckend sind – nicht nur in der ersten, sondern auch in der zweiten Liga. Selbst Teams aus dem unteren Tabellendrittel verfügen über eine starke Infrastruktur und qualifizierte Spielerinnen.

Der entscheidende Unterschied? „Praktisch alle arbeiten unter Vollzeitbedingungen“, so Knaak. Im Vergleich zu ihrem bisherigen Werdegang, der Stationen beim SC Freiburg und dem schwedischen Topklub FC Rosengard umfasste, ist dies ein signifikanter Umbruch. Es ist kein Wunder, dass sich die Nationalspielerin so wohlfühlt.

Am Dienstagabend (18.15 Uhr/ZDF) steht für Knaak und das DFB-Team das nächste Qualifikationsspiel für die WM 2027 in Brasilien an. Gegner ist Österreich in Nürnberg. Nach zwei deutlichen Siegen gegen Slowenien (5:0) und Norwegen (4:0) ist dies das dritte Spiel in der Qualifikationsgruppe. Bereits am Samstag (18.00 Uhr/sportschau.de) empfängt das Team in Ried erneut die ÖFB-Auswahl. Der Ernst des Pokals beginnt.

Die Investitionen in den Frauenfußball sind längst kein Nischenthema mehr. Sie sind ein Zeichen dafür, dass der Sport endlich die Wertschätzung erhält, die er verdient – und dass Spielerinnen wie Rebecca Knaak die besten Voraussetzungen haben, ihr volles Potenzial auszuschöpfen. Die Zukunft des Frauenfußballs sieht rosiger aus denn je.