Klopp setzt sich für van dijk ein – und schimpft van der vaart ab

Die Fußballwelt diskutiert, und Jürgen Klopp mischt kräftig mit. Nach der Kritik von Rafael van der Vaart an Virgil van Dijk nach dessen Leistung im WM-Auftaktspiel gegen Japan, sprang der ehemalige Liverpool-Coach seinem Ex-Schützling zur Seite – und ließ es mit dem HSV-Kommentator mal so richtig krachen. Ein Seitenhieb, der im Fußballgeschäft selten ohne Folgen bleibt.

Van dijk unter beschuss – klopp verteidigt

Van dijk unter beschuss – klopp verteidigt

Die Leistung von Virgil van Dijk im ersten Gruppenspiel der Niederländer gegen Japan (2:2) sorgte für Kopfschütteln. Rafael van der Vaart, der ehemalige Profi des Hamburger SV, äußerte sich in der Sendung „NOS“ äußerst harsch. Er sprach von einem „Schock“ und verglich van Dijks Auftritt mit einer „Boeing 747 im Kurvenflug“. Ein Bild, das derart unsympathisch und ungenau ist, dass es kaum Überraschung über Klopps Reaktion auslöste.

Klopp, der van Dijk sechs Jahre lang beim FC Liverpool trainierte und zu einem der weltbesten Innenverteidiger formte, ließ das von seinem ehemaligen Spieler nicht auf sich sitzen. Seine Antwort war scharf und direkt: „Ich bin mir nicht ganz sicher, ob es wert ist, Rafael van der Vaart zu erwähnen. Aber wenn er irgendwann mal etwas Positives über irgendeinen Spieler sagt, dann bin ich gern bereit, ihn wieder ernst zu nehmen.“

Die Auseinandersetzung eskaliert: Van der Vaarts fragwürdige Kommentare

Klopps Abrechnung ging jedoch noch weiter. Er spielte auf Van der Vaarts Tendenz an, regelmäßig mit abwertenden Kommentaren über aktive Profis aufzufallen, an. Ein Vorwurf, der Gewicht hat, da Van der Vaart in der Vergangenheit bereits für fragwürdige Äußerungen in Kritik geraten war. Erinnern wir uns an seine Äußerungen nach dem Japan-Spiel, in denen er andeutete, die Holländer hätten Schwierigkeiten aufgrund der vermeintlichen optischen Ähnlichkeit der Gegner mit Asiaten. Diese Aussage führte zu einem sofortigen Aufschrei und Van der Vaart musste sich öffentlich entschuldigen.

„Ich verstehe, dass einige Leute meine Aussagen verletzend fanden. Das bedauere ich zutiefst. Wenn ich damit Menschen enttäuscht habe, biete ich meine Entschuldigung an“, erklärte der frühere Real-Madrid-Profi reumütig.

Die Situation zeigt einmal mehr, wie sensibel das Thema Fußball ist und wie schnell sich Meinungen radikalisieren können. Während Klopp sich leidenschaftlich für seinen ehemaligen Spieler einsetzt, muss Rafael van der Vaart die Konsequenzen seiner Wortwahl tragen. Ob diese Auseinandersetzung seine künftigen Kommentare beeinflussen wird, bleibt abzuwarten. Fest steht: Der Fußball braucht solche öffentlichen Auseinandersetzungen wie eine trockene Wüste Regen - nämlich gar nicht.