Kings-spiel: tanking-vorwurf und green geht zur sache!
Sacramento – Die Sacramento Kings stehen im Zentrum einer hitzigen Debatte, und es hat wenig mit ihrer Leistung auf dem Feld zu tun. Eine fragwürdige Aktion im Schlussviertel gegen die Golden State Warriors hat den Verdacht des Tankings geweckt, und Warriors-Star Draymond Green hat die Situation scharf verurteilt. Der Sieg scheint plötzlich zweitrangig.
Ein foul, das fragen aufwirft
Das Spiel gegen die Warriors verlief bis dato ausgeglichen, mit zahlreichen Führungswechseln. Doch in einer entscheidenden Phase des vierten Viertels schien plötzlich ein taktisches Nachlassen zu erfolgen. Die Kings begingen ein Foul abseits des Balls, ohne erkennbaren Grund, und schenkten den Warriors damit einfache Freiwürfe – in einer Situation, in der eine starke Verteidigung gefordert gewesen wäre. Besonders pikant: Sacramento befand sich bereits in der Teamfoul-Penalty.
Die Entscheidung, Seth Curry, einen bekannten Freiwurfschützen, in dieser Situation zu foulen, wirkte auf viele Beobachter wie ein bewusstes Verschieben des Fokus weg vom Kampf um den Sieg. Es entstand der Eindruck, dass die Kings ihre Chancen absichtlich schmälern wollten, um möglicherweise eine bessere Position im Draft zu erreichen. Der Play-In-Turnier-Modus der NBA wird so zu einem perfiden Spielplatz für Teams, die lieber verlieren, als zu gewinnen.

Green schaltet sich ein: „das ist nicht fair!“
Draymond Green ließ die Szene nicht unkommentiert. „Ich habe gesehen, wie sie Seth Curry drei Minuten vor Schluss ohne Grund gefoult haben – in der Penalty!“, wetterte der Warriors-Star. Für Green ist diese Aktion ein deutliches Zeichen dafür, dass Teams die sportliche Integrität des Spiels untergraben. Er forderte eine konsequente Bestrafung von der Liga: „Ich werde bestraft, wenn ich etwas falsch mache. Dann sollen sie die Teams eben richtig zur Kasse bitten.“
Die NBA scheint in dieser Frage ratlos. Während technische Fouls von Spielern rigoros geahndet werden, wirkt die Liga bei der Thematik des Tankings überraschend passiv. Green kritisierte zusätzlich das Play-In-Turnier, das zwar dafür sorgt, dass mehr Teams rechnerisch im Rennen bleiben, das eigentliche Problem des Tankings aber nur verschleiert. Es ist ein Teufelskreis, der die Glaubwürdigkeit der Liga gefährdet.
Die Diskussion um Tanking ist noch lange nicht abgeschlossen. Die Kings stehen vor einer schwierigen Situation und müssen sich dem Vorwurf stellen, die sportliche Fairness verraten zu haben. Die NBA muss nun handeln, um das Vertrauen der Fans zu erhalten und sicherzustellen, dass der Wettbewerb fair bleibt. Die Fans erwarten mehr als nur leere Versprechungen.
