Kimi antonelli reißt in shanghai die pole weg – jüngster quali-könig aller zeiten

17 Jahre, 3 Monate, 11 Tage – und jetzt auch die schnellste Runde der Starter-Liste. Kimi Antonelli hat in der Qualifikation zum Großen Preis von China die Pole-Position geholt und damit nicht nur die Uhr, sondern auch die Konkurrenz alt aussehen lassen.

Kein jubel, kein handy-video: antonelli sprintet schon beim interview weiter

Kein jubel, kein handy-video: antonelli sprintet schon beim interview weiter

„Ich will den Moment genießen, aber nur kurz“, sagt er mit der Stimme eines Teenagers und dem Blick eines Piloten, der schon morgen Weltmeister werden will. Das Setup war „ein kleiner Kampf“, das Auto unter ihm „ein bisschen lebendig“, doch als die rote Ampel erlosch, legte er eine Runde hin, die selbst Lewis Hamilton staunen ließ – der Brite landete nur auf Rang drei, Charles Leclerc folgt als Vierter.

Hinter den Kulissen schlich sich kurz Panik ein. Zwischen Q2 und Q3 funkte Antonelli an sein Team: „Habt ihr was Gebrochenes gesehen?“ Antwort aus der Box: „Negativ, du bist nur zu schnell für die eigenen Nerven.“ Dann ging’s raus auf die 5,4 Kilometer, wo er in 1:29,349 Minuten die Zeit stoppte, die niemand mehr unterbot.

Die Statistik muss neu geschrieben werden. Vor ihm hielt Max Verstappen den Rekord als jüngster Pole-Sitter; der Niederländer war 2016 18 Jahre und 228 Tage alt. Antonelli spült diesen Eintrag mit 72 km/h Schnitt durch die Schikane einfach aus der Datenbank.

Doch der Italiener spricht bereits im nächsten Atemzug vom Rennen. „Pole ist schön, aber Samstag Nacht zählt der Sieg“, sagt er und klingt dabei wie ein alter Rivale von Schumacher, nicht wie ein Schulabgänger mit Superlizenz. Für ihn steht ein weiteres Kunststück an: Noch kein Fahrer seiner Altersklasse hat in der Premieren-Saison auch das Rennen gewonnen. Die Formel-1-Welt wartet darauf, dass ein neues Kapitel aufgeschlagen wird – und Antonelli trägt bereits die Schreibschrift in den Händen.