Khabib im bernabéu: von dagestan ins königliche stadion
Khabib Nurmagomedov, der ungeschlagene Champion der UFC, ist bekannt für seine Dominanz im Octagon. Doch diese Woche sorgte 'The Eagle' für Aufsehen – nicht durch einen Kampf, sondern durch einen Besuch bei Real Madrid. Ein viral gegangen Video zeigt den Dagestaner, wie er sich mit einigen Stars des spanischen Rekordmeisters austauscht, und enthüllt eine überraschende Leidenschaft für den 'weißen Sport'.

Ein fußballfan unter kämpfern
Während seine Fans weltweit seine MMA-Fähigkeiten bewundern, gesteht Khabib offen seine Fußballbegeisterung. Er träumte einst davon, selbst Fußballprofi zu werden und bevorzugt den Rhythmus des gepflegten Spiels gegenüber der brutalen Intensität des Kampfsports. Seine Anwesenheit bei Top-Spielen der Champions League ist legendär, und nun stand Madrid auf dem Programm.
Zunächst verfolgte Khabib das brisante Duell zwischen Atlético Madrid und Barcelona im neuen Estadio Riyadh Air Metropolitano – ein Spiel, das die Katalanen knapp mit 2:1 für sich entscheiden konnten, dank eines späten Treffers von Robert Lewandowski. Doch der eigentliche Höhepunkt folgte bei der Trainingseinheit von Real Madrid in Valdebebas. Dort stand Khabib plötzlich mitten auf dem Rasen, umgeben von einigen der besten Fußballspieler der Welt.
Das virale Video zeigt Khabib, wie er zunächst Arda Güler und Brahim Díaz auf Paschtunisch 'Alhamdulillah' zuspricht. Doch die Aufmerksamkeit verlagerte sich, als Jude Bellingham und Trent Alexander-Arnold ins Spiel kamen. Mit dem ikonischen Ausruf 'Send Location!' lösten sie eine Welle der Begeisterung aus – eine Anspielung auf Khabibs legendären Tweet während seiner Rivalität mit Conor McGregor. Damals forderte er McGregor öffentlich zu einem Kampf an jedem Ort der Welt heraus, wenn er ihm lediglich seine Position mitteilen würde.
Die Reaktionen waren unmittelbar. Fans und Experten erinnerten sich an die hitzige Fehde zwischen Khabib und McGregor, die in einem der spektakulärsten Kämpfe der UFC-Geschichte gipfelte. Der Sieg Khabibs und die anschließenden Strafe für die Schlägerei zwischen den Teams gingen in die Geschichte ein. Doch der Moment in Valdebebas zeigte eine andere Seite des Dagestanen: einen begeisterten Fußballfan, der die Leidenschaft und den Wettbewerb des Sports auf eine völlig neue Art und Weise erlebt.
Khabibs Karriere in der UFC wurde abrupt beendet, als der Tod seines Vaters, Abdulmanap Nurmagomedov, der Schlüsselfigur hinter vielen talentierten Kämpfern aus Dagestan, ihn zutiefst erschütterte. Khabib hielt sein Versprechen an seine Mutter, nicht mehr im Octagon zu kämpfen, solange sein Vater nicht an seiner Seite sein konnte, und verabschiedete sich im Alter von nur 32 Jahren – ein Abschied, der die Welt des Kampfsports überraschte und ein Vermächtnis voller Dominanz und unvergesslicher Momente hinterließ. Obwohl er nun als Mentor für aufstrebende MMA-Kämpfer tätig ist, scheint seine Liebe zum Fußball weiterhin eine wichtige Rolle in seinem Leben zu spielen.
