Kelly vollebregt verlängert bis 2029: bvb verankert außenbahn-dauerbrenner
Kurz nach dem Pokalsieg haben die Handballerinnen von Borussia Dortmund den nächsten Schlag eingefädelt: Rechtsaußen Kelly Vollebregt unterschreibt vorzeitig bis 2029 – und macht die schwarz-gelbe Außenbahn zur Festkonstruktion.
Die niederländerin ist kein zukauf, sondern ein statement
Seit ihrem Comeback vor zwölf Monaten liefert die 29-Jährige jene Konstante, die Trainer Marco Schultz in der hektischen Bundesliga-Rotation braucht: 78 Tore, 34 Vorlagen, dazu eine Trefferquote von 68 Prozent – Zahlen, die sie zur Top-Scorerin der Borussinen machen. Im Pokalfinale gegen Bietigheim schraubte sie drei Nagetore, bevor sie sich in die Jubeltraube stürzte.
Jetzt also der Vertragsbalken bis 2029. „Wir haben nicht verhandelt, wir haben nur zugehört“, sagt Abteilungsleiter Rupert Thiele, der die Handschrift der Spielerin unter einem neuen Arbeitsblatt entdeckte, das bereits seit Wochen in der Mappe lag. „Kelly passt nicht nur sportlich, sie lebt Schwarz-Gelb.“
Für Vollebregt selbst war die Entscheidung ein Heimspiel. Nach Stationen in Odense und Nantes suchte sie genau das, was sie einst verließ: kurze Wege, laute Fans, enge Kabine. „Ich bin keine Halbtags-Europäerin mehr“, sagt sie, „ich will hier Titel holen und dabei lächeln.“
Der Klub zahlt keinen Cent an Ablöse, spart dafür aber die teure Suche nach einer Neueinheit. In der Bundesliga kursieren Links- und Rechtsaußenprofile für 150.000 Euro und mehr; Vollebregts Gehalt bleibt intern, doch der Vorstand spart sich die Transferwelle.

Die message ist klar: dortmund baut auf kontinuität statt tumult
Mit Vollebregt, Röttgermann und vollends mit Torhüterin den Holland-Block ausgebaut – ein Kaderkonzept, das in der Frauen-Bundesliga selten ist. Während Konkurrentinnen wie Bietigheim oder Hoffenheim jeden Sommer neu puzzeln, schiebt der BVB seine Ecksteine weiter. Die Folge: Stimmung im Westfalenstadion, Auswärtsfahrten, die ausverkauft sind, und eine Instagram-Präsenz, die längst über Sport hinausstrahlt.
Der Pokal ist erst der Anfang. Vollebregt will „mindestens zwei weitere Titel“ bevor sie 33 wird. Dann läuft der Kontrakt aus – und vielleicht verlängert sie erneut, ohne dass jemand wundert. In Dortmund sagt man nicht „wenn“, sondern „wann“.
