Kei nishikori beendet karriere: abschied mit stolz und tränen
Ein Kapitel japanischer Tennisgeschichte ist zu Ende: Kei Nishikori, einstiger Shootingstar und Weltranglisten-Vierter, hat seinen Rücktritt vom Profisport am Ende dieser Saison bekannt gegeben. Die Entscheidung ist ein Ergebnis der anhaltenden Verletzungsplagen, die dem 36-Jährigen in den letzten Jahren schwer zu schaffen machten und ihm den Start in Melbourne beim Australian Open verwehrten.

Die last der verletzungen und die liebe zum spiel
Nishikoris Karriere war geprägt von beeindruckenden Erfolgen, aber auch von Rückschlägen. In einem emotionalen Statement auf seinen Social-Media-Kanälen drückte er seine Dankbarkeit für die Unterstützung der Fans aus, betonte aber auch die Frustration und Angst, die ihn aufgrund der wiederholten Verletzungen begleiteten. "Es gab Momente, in denen ich mich von der Enttäuschung überwältigt fühlte, aber meine Liebe zum Tennis und der Glaube, stärker zu werden, brachten mich immer wieder zurück auf den Platz."
Der Weg zum ATP Tour-Elitefeld war für Nishikori alles andere als selbstverständlich. Er blickt stolz auf seine Zeit in der Weltspitze zurück: "Das Erreichen der ATP Tour, das Spielen auf höchstem Niveau und das Bestehen in den Top 10 sind Leistungen, auf die ich unglaublich stolz bin." Die Erinnerung an das Finale des US Open 2014, in dem er gegen Novak Djokovic unterlag, wird ihn wohl immer begleiten.
Neben dem Grand-Slam-Finale war Nishikori der erste japanische Spieler, der eine so hohe internationale Anerkennung erlangte. Seine Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen in Rio 2016 festigte seinen Status als sportlicher Held in Japan. Die jüngsten Gerüchte über einen möglichen Rücktritt beim Sarasota Open dementierte er zwar noch, doch die Entscheidung ist nun offiziell gefallen. Er räumte ein, dass er die Karriere gerne fortsetzen würde, aber der Körper hat sich gegen ihn ausgesprochen.
Die Fans in Japan und weltweit werden Nishikori vermissen. Seine Spielweise, geprägt von Kreativität und beeindruckender Athletik, hat Tennis-Liebhaber begeistert. Er hat nicht nur sportliche Erfolge gefeiert, sondern auch dazu beigetragen, das Interesse am Tennis in Japan zu steigern und junge Talente zu inspirieren.
Nishikori verabschiedet sich mit einer Mischung aus Stolz und Wehmut. Seine Bilanz spricht für sich: Ein Spieler, der trotz harter Zeiten nie seinen Glauben an sich selbst verlor. Die Tenniswelt verliert einen Kämpfer, Japan einen Helden.
