Kehl weg, sammer liefert den wahren knall-grund: „da hat man sich aneinander abgearbeitet“
Sebastian Kehl ist raus, Matthias Sammer redet – und lüftet das Schweigegeständnis, das den BVB seit Monaten zerreißt. „Beide Parteien waren nicht mehr nah beieinander“, sagt der Klubberater im Sky-Talk. Gemeint: Kehl und die gesamte Führungsetage. Ein Satz, der die Dortmunder Lagerexplosion auf den Punkt bringt.
Der ricken-faktor: warum kehl stinksauer war
Hinter der Kulisse brodelte es schon länger. Wie BILD erfuhr, war der Zündfunke Kehls zerrüttetes Verhältnis zu Sport-GF Lars Ricken. Der 49-Jährige bekam den Posten, auf den Kehl selbst spekulierte – geschenkt von Präsident Hans-Joachim Watzke. Seitdem fror die Luft im Ligapark. Sammer bestätigt es indirekt: „In einem großen Verein hast du immer mehrere Personen.“ Die Diplomatie übt, wer’s nötig hat.
Der 46-Jährige soll „durchschnaufen“, sagt Sammer. Fast schon herablassend, wenn man bedenkt, dass Kehl sieben Jahre lang Transferkarussell, Trainerfragen und Erfolgsdruck ausbaden musste. Nun sitzt er auf dem Abstellgleis, während der BVB zur neuen Ära bläst.

Nils-ole book: sammers „fantastische“ wette
Am Mittwoch wird Nils-Ole Book vorgestellt – 40 Jahre alt, Zweitliga-Hintergrund, null Titel. Sammer schwärmt trotzdem: „Mutig, herausfordernd, analytisch.“ Und donnert nach: „Was er noch nicht hat, wird er mit uns bald bekommen.“ Ein Meisterversprechen für einen Neueinsteiger. Wenn das kein Druckkochtopf ist.
Dabei bleibt die Frage: Wer steht eigentlich noch in der Pfanne? Nico Schlotterbeck soll bleiben, sagt Sammer ebenfalls – „überzeugt, aber nicht mit Wissen“. Klartext: Er pustet Rückenwind, hat aber keine Garantie unterschrieben. Genug Stoff für die nächste BVB-Staffel – und genug Gründe, warum Kehl gehen musste, damit das Kartenhaus nicht kollabiert.
