Keans schienen-drama: fiorentina bangt vor lazio-spiel um top-stürmer

Kean humpelt, Solomon zittert – und Vincenzo Italiano muss schon wieder den Rotstift schwingen. Die Fiorentina fliegt ohne ihre beiden Leihstars nach London, und die nächste Hiobsbotschaft folgt auf dem Fuß: Gegen Crystal Palace fehlen nicht nur die Torschützen, sondern auch Fabiano Parisi, Niccolò Fortini, Brescianini und Rugani. Der Kader schrumpft, die Nerven liegen blank.

Keans einsatz gegen lazio offen

Moise Kean hat heute nur individuell gearbeitet. Die Tibia reagiert auf jede Belastung mit Stichschmerzen, die medizinische Abteilung spricht intern von „erhöhtem Risiko für einen Stress-Response“. Italiano hofft trotzdem auf einen Joker-Einsatz am Montag, weiß aber: Ein Aufbieten vor der 60. Minute wäre sportliches Roulette. Die Alternativen? Beltran als falsche Neun oder Nzola als reine Brecher-Option – beide Szenarien haben gegen Sarris ballbesitzstarke Lazio-Defensive ihre Tücken.

Manor Solomon war am 28. März noch beim Public-Training der Held, seitdem kam keine einzige Spielminute. 43 Tage nach seiner Oberschenkel-Belastung (Grad-1-2-Läsion des M. rectus femoris) fehlt der Israeli weiterhin im Matchplan. Die sportliche Leitung nennt das „ultrakonservatives Load-Management“, im Klartext: Kein Arzt garantiert, dass die Faser nach sieben verkürzten Sprints nicht wieder reißt. Fünf Liga-Spiele und drei Conference-League-Partien hat er bereits verpasst, Nummer neun folgt morgen.

Dodo und mandragora zurück, aber fagioli und gudmundsson fehlen

Dodo und mandragora zurück, aber fagioli und gudmundsson fehlen

Positiv: Dodo und Rolando Mandragora haben die Leistungsdiagnostik ohne Auffälligkeiten absolviert. Der Brasilianer liefert die nötige Schnittstelle zwischen Mittelfeld und Flügel, der italienische Sechser bringt die nötige Ballsicherheit gegen Milinković-Savić und Luis Alberto. Doch die Ausfälle wiegen schwerer: Fagioli sitzt wegen Gelb-Sperre auf der Tribüne, Gudmundsson ist nach seiner Rotsperre gegen Atalanta ebenfalls gesperrt. Rugani und Brescianini durften zwar mitreisen, stehen aber nicht auf der UEFA-Liste – ein Verwaltungsfehler, der Italiano in der Liga zumindest Optionen lässt.

Die Bilanz vor dem Lazio-Spiel: fünf gesperrte oder verletzte Stammspieler, zwei Leihstars auf Abruf, dazu ein englisches Rückspiel mit nur 48 Stunden Regenerationszeit. Italiano muss seine Startelf frisch tippen – und das gegen eine Roma-Truppe, die seit fünf Pflichtspielen nicht verloren hat. Die Champions-League-Träume der Viola hängen an dünnen Fäden – und an einem Schienbein, das einfach nicht heilen will.