Katic lässt tempo-kritik abprallen – schalke zittert um dzeko

Nikola Katic ist der Mann, der bei Schalke 04 die Abwehr kommandiert und die Liga aufmischt. 2069 Spielminuten, nur Soufiane El-Faouzi stand öfter auf dem Rasen. Doch hinter der Eisernen-Kulisse des Bosniers schlummert ein Makel: Er ist kein Sprinter. Das weiß er, das wissen die Gegner, das weiß ganz Gelsenkirchen.

Die Antwort des 29-Jährigen? Ein Schulterzucken und ein Satz, der wie ein Bodycheck klingt: „Wenn der Trainer und der Verein mir vertrauen, ist mir der Rest egal.“ Sportdirektor Youri Mulder untermauert das mit spielerischer Lässigkeit: „Wenn man schnell denkt, darf man auch mal langsamer laufen.“

Katic führt, ayhan lauert

Mertcan Ayhan nutzte die Gelbsperre des Routiniers gegen Bielefeld und spielte sich in die Köpfe der Fans. Katic gibt sich großbrudernd: „Er hat eine riesige Zukunft, ich helfe ihm bei allem.“ Doch im Duell um den Platz in der Startelf bleibt der Bosnier ein Fels. Ayhan muss weiter warten – und lernen.

Der Innenverteidiger trägt nicht nur die Schalker Abwehr, er trägt auch das Selbstbewusstsein der Mannschaft. „Wir haben den besten Trainer und die besten individuellen Spieler der Liga“, donnert er. Kritik von außen? „Jeder mit Tastatur will Trainer sein.“ Für ihn zählt nur das Vertrauen von Miron Muslic und Co.

Dzeko fehlt – und mit ihm die tore

Dzeko fehlt – und mit ihm die tore

Am Mittwoch fehlte Edin Dzeko im Training. Rückenprobleme nach dem Bielefeld-Sieg. 5 Tore, 4 Vorlagen in 7 Spielen – die Zahlen sind ein Schlag ins Gesicht der Zweitliga-Konkurrenz. Ohne den 39-Jährigen droht Schalke der Knall: Am Sonntag gegen Hannover, dann in Darmstadt. Mulder beschwichtigt: „Wir standen auch ohne ihn oben.“ Die Tabelle lügt nicht, aber Dzeko lügt auch nicht.

Loris Karius kehrt zurück, Kevin Müller weicht aus. Die Führungsriege um Katic, Karaman und Karius soll die Nerven behalten, wenn die Aufstiegsmaschine wieder auf Touren kommt. Der Dauerregen am Mittwoch? Nur Wasser. Die echten Stürme kommen am Wochenende.

Schalke spielt sich nicht in Sorge, sondern in Routine. Katic bleibt der Boss in der Box, auch wenn seine Beine nicht Usain-Bolt-mäßig sind. Die Liga soll ihn nur weiter attackieren – sie prallt sowieso ab.