Kaski-coup in der 13. minute lässt schwenningen verzweifeln

Die Schwenninger Wild Wings haben den Favoriten gejagt, aber nicht gefangen. Oliwer Kaskis Handgelenkschuss in der 13. Minute reichte den Kölner Haien zum 1:0-Sieg in Spiel 1 – und schickt die Hausherren mit leeren Händen in die Nacht.

Jordan szwarz' jubel wird im keim erstickt

Die Messe war längst ausverkauft, als Jordan Szwarz das Plexiglas zum Beben brachte – doch Schiedsrichter Benjamin Hoppe wischte das Tor wegen Tylor Spinks Stockhaken gegen Kölns Torhüter Justin Peters ab. Die Entscheidung traf die Wild Wings wie ein Bodycheck: Statt 1:0 stand plötzlich 0:1 auf der Anzeige, weil Kaski einen Abpraller nach Louis-Marc Aubrys Vorarbeit eiskalt versenkte. Joacim Eriksson sah schlecht aus, doch die Schuld lag bei seiner Vordermannschaft, die den Rebound nicht wegbugsierte.

Danach wurde es wild, aber nicht wild genug. Nate Schnarr traf den Pfosten (16.), Will Weber antwortete mit Eisen (28.). Dazwischen: ein Katz-und-Maus-Spiel auf Augenhöhe, bei dem jedes Faceoff wie ein Kurzangebiss aussah. Die Haie schlichen, die Wild Wings schnappten – doch der Puck wollte nicht rein.

Drittel für drittel schrumpft die luft

Drittel für drittel schrumpft die luft

Im zweiten Abschnitt wechselten sich Chancen mit Gedrängewelle ab. Kölns Powerplay wirkte wie ein Boxplay – Schwenningen lief, aber in die Richtung des gegnerischen Tores kam es selten. Coach Kai Hospelt wechselte reihenweise durch, doch selbst die Top-Linie um Alexander Karachun fand kein Rezept gegen Peters' Butterfly. Die Anzeigetafel blieb stur.

Im Schlussdrittel schöpften die Wild Wings noch einmal Hoffnung – bis die Beine schwer wurden. Die letzten 90 Sekunden spielten sie ohne Torhüter, 6 gegen 5, wie ein Football-Team im 4th-and-Goal. Peters wurde zur Wand, Karachun vergab aus fünf Metern. Die Sirene tröstete niemanden.

Die Serie ist noch jung, aber die Niederlage nagt. Spiel 2 am Freitag in der Lanxess Arena wird zeigen, ob Schwenningen lernt, dass man gegen die Haie nicht nur laufen, sondern auch treffen muss. Die Wild Wings müssen jetzt beweisen, dass eine Serie nicht nach einem Schuss entschieden ist – sondern nach vier Siegen. Der erste liegt bereits in Kölns Tasche.