Karl geiger verpasst olympia: ein bitterer rückschlag und ehrliche worte

Karl geiger verpasst olympia: ein bitterer rückschlag und ehrliche worte

Mailand/Cortina d’Ampezzo – Für Karl Geiger ist der Traum von der dritten Olympischen Winterspiele-Teilnahme geplatzt. Nach einem durchwachsenen Winter konnte der 33-jährige Skispringer die Norm für Mailand und Cortina d’Ampezzo 2026 nicht erreichen. In einem emotionalen Statement äußerte sich Geiger zu diesem enttäuschenden Ausgang.

Enttäuschung und realismus

„Es ist eine sehr bittere Pille, dass es beim dritten Mal nicht geklappt hat“, so Geiger. In Videoclips, die er über Instagram teilte, wirkte er ernst, enttäuscht und nachdenklich. Er blickte in die Ferne der Berglandschaft, während er über seine Situation sprach. Trotz der Verbitterung zeigt er eine ehrliche und realistische Einschätzung seiner Form.

“Dabeisein ist nicht alles”

“Dabeisein ist nicht alles”

„Dabei sein ist alles, sagt man immer. Stimmt auch bis zu einem gewissen Teil. Aber ich war zweimal dabei – und wenn es vom Niveau her so ist wie am Saisonbeginn, glaube ich auch nicht, dass ich dort megaglücklich gewesen wäre“, betonte Geiger mit Blick auf die Wettkämpfe in Predazzo. Er sei ehrlich zu sich selbst und erkenne, dass seine aktuelle Form nicht für olympisches Niveau reichte.

Der vierschanzentournee als weckruf

Geiger gab an, dass ihm bereits während der Vierschanzentournee klar wurde, dass seine Leistungen nicht ausreichen würden. „Das, was ich momentan leiste und zeige, einfach nicht reichen wird“, erklärte er. Seine Form war weit entfernt von den Erfolgen der Vorjahre, und er erkannte die Notwendigkeit einer realistischen Bewertung.

Die verpasste chance in sapporo

Die letzte Chance zur Qualifikation boten die Weltcup-Wettkämpfe in Sapporo Mitte Januar. Dort erreichte Geiger zwar die Teilnorm, verpasste aber im ersten Wettbewerb den zweiten Sprung, was ihm die vollständige Qualifikation verwehrte. „Deshalb hat es mich auch am ersten Tag so unglaublich geärgert, wo ich von Platz zwölf auf 27 zurückgefallen bin“, sagte er.

Unterstützung durch die familie

Trotz des sportlichen Rückschlags gibt ihm seine Familie Halt. Geiger, Vater zweier Töchter, betonte, dass seine Kinder ihn als Papa sehen, unabhängig von seinen sportlichen Erfolgen. „Es spielt für ein Kind keine Rolle, ob ich jetzt gut im Skisprung bin oder nicht. Sondern da bin ich der Papa.“

Ausblick und zukunft

Auch wenn der Traum von Olympia geplatzt ist, blickt Karl Geiger nach vorn. Er wird sich auf seine weitere Karriere konzentrieren und versuchen, wieder an seine früheren Leistungen anzuknüpfen. Die Unterstützung seiner Familie und die ehrliche Analyse seiner Situation werden ihm dabei helfen.

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