Karim Adeyemi: Strafbefehl wegen illegalen Waffenbesitzes

Strafbefehl wegen illegalen waffenbesitzes

Vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen Luxemburg (2:0) enthüllte BILD, dass BVB-Star Karim Adeyemi (23) einen Strafbefehl wegen illegalen Waffenbesitzes erhalten hat. Wegen zwei verbotener Gegenstände, einem Schlagring und einem Elektroimpulsgerät (Taser), muss der Nationalspieler von Borussia Dortmund 60 Tagessätze à 7500 Euro zahlen. Insgesamt 450.000 Euro.

Reaktionen und konsequenzen

Reaktionen und konsequenzen

Nach BILD-Informationen informierte Adeyemi selbst nicht die DFB-Verantwortlichen über den Vorgang. Aber wie und wann erfuhr der DFB von der Straftat seines Nationalspielers? Der Strafbefehl wurde laut Staatsanwaltschaft am 30. Oktober rechtskräftig. Adeyemi reiste am Mittag des 10. November zum Nationalmannschafts-Treffpunkt in Wolfsburg an. Vier Tage später – am Freitag, 14. November – konfrontierte BILD Adeyemis Arbeitgeber Borussia Dortmund mit dem Strafbefehl seines Profis.

Dfb und bvb reagieren

Dfb und bvb reagieren

Trotz Strafbefehl wird Karim Adeyemi vom DFB nicht sanktioniert. BVB-Geschäftsführer Lars Ricken (49) rief daraufhin im Laufe des Samstagsvormittags Rudi Völler (65) an, um den DFB-Sportdirektor über den Strafbefehl von Adeyemi in Kenntnis zu setzen. Die BVB-Verantwortlichen hatten das Länderspiel am Freitagabend gegen Luxemburg (2:0) bewusst aus Rücksicht auf die WM-Qualifikation der Nationalmannschaft abgewartet. Man wollte mit dem Anruf nicht für zusätzliche Unruhe sorgen.

Gespräche und weitere schritte

Völler und Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) setzten sich daraufhin mit Adeyemi zusammen. Unmittelbare Folgen wurden in dem Gespräch mit dem Offensivspieler nicht beschlossen. Auf BILD-Nachfrage bestätigte Nagelsmann am Sonntagabend: „Rudi und ich haben mit ihm gesprochen. Aber das ist eine Thematik, die sehr viel Raum und Zeit einnimmt. Wir haben morgen ein wichtiges Spiel. Deshalb werden wir uns nach dem Spiel mit der Thematik befassen.“

Adeyemi bleibt im kader

Adeyemi absolvierte am Sonntagabend das Abschlusstraining mit der Mannschaft, wird am Montagabend beim WM-Qualifikationsspiel gegen die Slowakei in Leipzig (20.45 Uhr im Liveticker bei sportbild.de) zum DFB-Kader gehören.

Dfb plant weitere schritte

Nach dem Länderspiel wollen die DFB-Verantwortlichen, die vom Adeyemi-Strafbefehl überrascht wurden, erst mal ausführliche Informationen zu dem Vorgang einholen. Erst dann soll entschieden werden, ob Adeyemi von Seiten des DFB Sanktionen drohen.

Juristische aspekte

Rein juristisch hätte der Spieler den DFB und auch seinen Arbeitgeber BVB nicht über den Strafbefehl informieren müssen, weil es Privatsache ist. Da die Wahrscheinlichkeit, dass der Vorgang öffentlich wird, aber sehr hoch war, hätte ihm Offenheit kaum geschadet – und die Verantwortlichen nicht vor den wichtigen Spielen überrascht.

Anwalt von adeyemi

Adeyemis Anwalt teilte unterdessen mit, dass der Besitz der illegalen Waffen mit einer bei TikTok bestellten „Mystery Box“ zu tun habe.