Meuselwitz am abgrund: kann preußen die rettung bringen?
Der ZFC Meuselwitz steht vor einem existenziellen Duell gegen den BFC Preußen. Nach fünf katastrophalen Niederlagen in Folge droht der Abstieg in die Oberliga – und die Stimmung an der Glaserkuppe ist alles andere als weihnachtlich.
Die misere der thüringer: ein blick in den spiegel
Die jüngste 2:3-Heimniederlage gegen den BFC Preußen markierte den Beginn eines schwarzen Aprils, aus dem es für den ZFC Meuselwitz derzeit nicht auszubrechen scheint. Das 0:1 gegen Chemie Leipzig ließ die Hoffnung auf eine Trendwende zunichte werden, während die Leipziger ihrerseits ihren fünften Sieg in Serie feierten. Georg-Martin Leopold, Chefcoach des ZFC, bringt es auf den Punkt: „Jetzt ist der Kopf entscheidend.“ Die Meuselwitzer, mit 32 Punkten auf dem drittletzten Platz thronend, blicken einer ungewissen Zukunft entgegen.

Die chancenwende: magdeburgs abstieg – ein strohhalm?
Die Situation ist verzwickt. Der Abstieg in die Oberliga ist keineswegs unausweichlich, doch die Abhängigkeit von den Ergebnissen anderer Mannschaften macht die Sache nicht einfacher. Der FC Erzgebirge Aue ist bereits als sicher Absteiger gewandelt, und auch der Kampf um den Aufstieg in die 3. Liga zwischen Lok Leipzig und Carl Zeiss Jena verspricht Spannung. Ein Hoffnungsschimmer flackert jedoch auf: Der 1. FC Magdeburg, aktuell in der 2. Bundesliga, kämpft noch ums Überleben. Sollte Magdeburg den Abstieg nicht vermeiden, könnte die Zweitvertretung des FCM – unabhängig vom aktuellen Tabellenplatz 9 – in die Regionalliga Nordost rutschen. Leopold scheint jedoch wenig daran zu glauben: „Ich glaube nicht, dass Magdeburg noch aus der 2. Bundesliga absteigt.“

Personelle engpässe und ein schweres restprogramm
Das Restprogramm des ZFC Meuselwitz gestaltet sich alles andere als einfach. Neben dem Duell gegen den BFC Preußen, der auf dem achten Platz rangiert, steht noch das Heimspiel gegen Luckenwalde (10. Platz) an. Hinzu kommt die Tatsache, dass Eric Stiller und Kapitän René Eckardt aufgrund der fünften Gelben Karte am Samstag in Berlin fehlen werden. „Das ist natürlich gar nicht schön in der jetzigen Situation“, gesteht Leopold, „denn wir müssen jetzt beim BFC gewinnen.“
Die Meuselwitzer dürfen sich zudem keine Illusionen machen, dass aus den NOFV-Oberligen Verstärkung in die Regionalliga aufsteigen wird. Volkmar Beier, Vizepräsident Spielbetrieb beim Sächsischen Fußball-Verband, hat bereits klargestellt, dass alle Spitzenteams der Oberligen ihre Zulassung zur Regionalliga eingereicht haben. Die Aufgabe ist klar: Der ZFC Meuselwitz muss sich selbst aus der Bredouille befreien – und das beginnt am Samstag gegen den BFC Preußen.
