Kann inter die kabale brechen? scudetto-hoffnungen am rom-himmel!

Mailand bebt! Die Nerazzurri stehen vor dem erhofften Meistertitel – doch die Geschichte scheint ein düsteres Drehbuch für die lombardische Mannschaft geschrieben zu haben. Kann Inter die Vergangenheit überwinden und endlich den ersehnten Stern am Trikot tragen?

Die schatten der vergangenheit: eine historische parallele

Die schatten der vergangenheit: eine historische parallele

Die Zahlen lügen nicht: In der Geschichte der Serie A hat nur eine Mannschaft in den letzten sieben Spieltagen einen Sieben-Punkte-Vorsprung verspielt – die Lazio Rom von 1998/99. Ein bitteres Déjà-vu für die Anhänger von Inter, die sich noch gut an die letztjährige Enttäuschung erinnern, als die Scudetto-Hoffnungen im Saisonfinale an Juventus Turin verloren gingen. Mittlerweile liegt Inter mit sieben bzw. neun Punkten Vorsprung vor Napoli und Milan, doch die Erinnerung an die verpasste Chance nagt am Geiste.

Trainer Simone Inzaghi scheint sich der historischen Bürde bewusst zu sein. Während sich Juventus-Coach Allegri bereits aus dem Titelrennen zurückgezogen hat und von „erledigter“ Arbeit spricht, herrscht in Appiano Gentile betont ruhige Besinnlichkeit. Ein verständlicher Ansatz, angesichts der jüngsten Saison, in der Conte's Napoli die Oberhand behielt.

Doch es gibt auch Hoffnungsschimmer. Die Saison 1999/2000 liefert ein positives Beispiel: Lazio Rom schaffte es unter Eriksson, einen Neun-Punkte-Rückstand auf Juventus Turin aufzuholen und den Titel zu gewinnen. Ein Beweis dafür, dass Wunder möglich sind, wenn der Glaube und der Wille stark genug sind.

Das bevorstehende Programm ist alles andere als ein Zuckerschlecken: Como, Cagliari, Turin, Parma (doppelt!), Lazio, Verona und Bologna erwarten die Nerazzurri. Ein schwieriger Weg, aber keineswegs unmöglich.

Besonders bitter ist die Erinnerung an das letzte Saisonduell gegen Lazio. Im letzten Jahr kostete ein spät erzielter Elfmeter von Pedro im San-Siro-Stadion Inter die Chance auf den Titel. Ein Schicksalsmoment, der noch lange nachwirkt. Nun könnte sich die Ironie des Schicksals erfüllen: Wenn Inter alle verbleibenden Spiele gewinnt, könnte der Meistertitel tatsächlich im Olympiastadion gegen Lazio gefeiert werden – am 10. Mai ein Datum, das in die Annalen des Vereins eingehen könnte.

Für Inzaghi wäre es der erste Titel als Trainer, der vierte Gesamttitel mit Inter, wenn man seine Zeit als Spieler berücksichtigt. Die Aufgabe ist klar: Die Mannschaft muss konzentriert bleiben und sich nicht von der Vergangenheit lähmen lassen. Es gilt, die Chance zu nutzen und die Geschichte neu zu schreiben.

Denn eines ist sicher: Wenn Conte auf der Jagd nach dem Scudetto ist, schläft keine Mannschaft friedlich.