Höler überzeugt: freiburgs joker sticht gegen bayern!
Die Allianz Arena bebte am vergangenen Samstag, nicht nur wegen des sportlichen Kampfes, sondern auch wegen der Leistung von Lucas Höler. Während Igor Matanovic in den letzten Wochen zum Stammspieler des SC Freiburg avancierte, war es gegen die Bayern der 31-jährige Angreifer, der mit einem Treffer und zahlreichen Großchancen glänzte – und das trotz seiner angeschlagenen Verfassung in der Schlussphase.
Ein verdienter sieg, ein verdienter vorzug
Trainer Julian Schuster traf mit seiner Aufstellung eine mutige Entscheidung. Nach einer herausragenden Phase von Igor Matanovic, der seit Januar acht Pflichtspieltore erzielte, entschied sich der Coach für Höler, der die gesamte Trainingswoche über hart gearbeitet hatte. Der Grund: Hölers Fähigkeit, die extrem laufintensive Taktik des Teams umzusetzen, war gefragt. Zudem kehrte Matanovic erst kurz vor dem Spiel aus einer langen Länderspielreise zurück, erschöpft von der Reise aus den USA.
Schuster lobte Hölers Engagement: „Luci hatte die ganze Woche gut trainiert und sehr gut umgesetzt, was wir vorbereitet haben. Er hatte sich das über die letzten Wochen verdient.“ Die Anerkennung kam von Matanovic selbst, der nach der bitteren Last-Minute-Niederlage seinen Kollegen lobte: „Was für ein Spiel er abgeliefert hat, sehr intensiv. Er hat sich auch mit einem Tor belohnt, das hat mich extrem gefreut.“

Vergebene chancen und die nächste hürde
Trotz seines Tores in der 71. Minute, der den SC Freiburg kurzzeitig in Führung brachte, muss Höler eingestehen, dass er noch mehr hätte erreichen können. Drei Großchancen ließ er vor dem Tor aus, was ihn selbst bitter traf. „Ich trauere jeder Chance hinterher, aber ich bin froh, dass ich einfach weitergemacht habe“, so Höler.
Auch Igor Matanovic hatte seine Chance, als er nach einer präzisen Flanke von Bruno Ogbus knapp am Tor vorbeischoss. „Die Flanke war unfassbar gut, leider ist Derry noch dazwischen gekommen“, erklärte Matanovic, der seinem Teamkollegen keinen Vorwurf machte. Denn die Bayern ließen diesmal keine einfache Möglichkeit zu.
Doch der Blick gilt bereits nach vorne: Das Viertelfinale im Europa-Pokal gegen Celta Vigo steht an. Matanovic ist überzeugt, dass sein Team trotz der Niederlage gegen die Bayern wertvolle Erkenntnisse gewonnen hat. „Die Celta besser kennen“, verrieten ihm seine kroatischen Nationalmannschaftskollegen. Ob Höler oder Matanovic, oder vielleicht sogar beide, am Donnerstag in der Startelf stehen werden, bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch sicher: Der SC Freiburg wird alles geben, um den ersten Europapokal-Erfolg in der Vereinsgeschichte zu feiern.
