Kaneko schlägt in kitzbühel ein: japans golf-superkick zum ersten dp-world-sieg

Kota Kaneko hat in Kitzbühel Geschichte geschrieben. Mit 262 Schlägen (-18) schraubte sich der 23-jährige Japaner am Sonntagabend oben auf das Treppchen des Austrian Open und krönte seine erste Saison auf der DP World Tour mit dem ersten Titel. Ein Schlag, der nicht nur die Trophäe, sondern auch die Aufmerksamkeit der Golfwelt sicherte.

Drei 65er und ein cooler schlussakkord

Kaneko begann das Finale mit der Gelassenheit eines Veteranen. Runde eins, zwei und drei: jeweils 65er, präzise wie ein Laserschnitt. Im Schlussgang wackelte kurz die Linie – 67 reichten, weil Ricardo Gouveia und Davis Bryant zwei Schläge hinterherhinkten. Zweiter Platz geteilt, beide mit offenen Mündern. Die Kitzbüheler Berge wirkten plötzlich kleiner als der Jubel des Asiaten am 18. Grün.

Lo que nadie cuenta es, wie sehr Kanekos Schwung an die Handschrift eines Jazz-Pianisten erinnert. Kurzer Backswing, langer Nachschwung, Timing statt Kraft – ein Stil, den er sich selbst beigebracht hat. „Ich spiele meine Melodie“, sagte er nach dem Putt zum Sieg. Die Zuschauer sangen mit.

Vom japan golf tour-millionär zum dp-world-rookie

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Der Weg nach Österreich war kein Zufall. Kaneko führte 2023 die Geldrangliste der Heimserie an und sicherte sich damit ein Startrecht für die europäische Elite. Zwölf Starts, zehn Mal Cut geschafft, zweiter Platz beim belgischen Soudal Open – die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Er kommt, um zu bleiben. Die 500.000 Euro Preisgeld in Kitzbühel schieben ihn auf Rang 38 der Race to Dubai. Ein Satz, der für sich steht.

Dahinter jagte Rafa Cabrera-Bello mit einem fulminanten 65er Finaltag, blieb aber drei Schläge zurück. Gleiches Los traf Bernd Wiesberger vor heimischem Publikum und den Italiener Gregorio De Leo. Manuel Elvira landete geteilt Siebtem, Eugenio López-Chacarra zwölftem – Respektable Platzierungen, doch heute Abend dreht sich alles um den Mann aus Yokohama.

Kaneko hob die Trophäe, lächelte ins Blitzlichtgewitter und verließ den 18. Grün als neues Aushängeschild eines Sports, der endlich wieder jung wirkt. Der nächste Stopp: der Scottish Open. Die Melodie geht weiter.