Kane patzt: wolfsburg wehrt sich – und bayern gewinnt trotzdem!
Wolfsburg – Ein schmutziges Spielchen, vergebene Elfmeter und eine veränderte Bayern-Mannschaft: Das Bundesliga-Duell zwischen dem VfL Wolfsburg und dem FC Bayern München bot am Samstagabend reichlich Gesprächsstoff. Während die Bayern letztendlich mit 1:0 gewannen und die Negativserie beendeten, zeigte Wolfsburg eine Reaktion nach dem Champions-League-Aus und hielt das Spiel spannend.
Die erste halbzeit: wolfsburg mit wucht und intensität
Die ersten 45 Minuten gehörten klar dem VfL Wolfsburg. Mit aggressivem Pressing und schnellen Umschaltspiel überrannten die Hausherren den deutschen Rekordmeister. Die Bayern wirkten verunsichert und hatten Mühe, das Mittelfeld zu kontrollieren. Vinicius Souza, Dzenan Pejcinovic und Jeanuel Belocian vergaben hochkarätige Chancen, während Tom Bischof die Latte traf. Christoph Freund, Bayerns Sportdirektor, räumte ein: „Das war untypisch für uns. Wir haben in fast allen Spielen mehr Torschüsse gehabt und mehr Chancen kreiert. Das war heute in der ersten Halbzeit nicht der Fall.“

Der elfmeter-skandal: belocian und kanes patzer
Der größte Aufreger des Spiels war zweifellos der verschossene Elfmeter von Harry Kane in der 36. Minute. Der Stürmerstar rutschte beim Anlauf ab und setzte den Ball rechts am Tor vorbei. Ein mögliches Detail, das zum Patzer führte: Jeanuel Belocian hatte den Elfmeterpunkt kurz vor dem Schuss offenbar mit dem Fuß bearbeitet. Lothar Matthäus kommentierte im „Sky“-Interview: „Wenn es der Schiedsrichter nicht sieht… Der steht ja auch so ein bisschen teilnahmslos. Alles wartet auf den VAR.“ Ein „dreckiges Spielchen“, wie Patrick Wimmer vom VfL nannte.

Die bayern-wende: kompanys ansprache und olises traumtor
In der Halbzeitpause schien Vincent Kompany die richtigen Worte gefunden zu haben. Die Bayern-Akteure kehrten mit neuer Energie auf das Feld zurück. Konrad Laimer und Dayot Upamecano wurden eingewechselt, und die Mannschaft übernahm das Spielgeschehen. In der 56. Minute erzielte Michael Olise mit einem Traumpot aus der Distanz das 1:0 für die Bayern. Ein verdienter Treffer, der die Partie entscheidend beeinflusste.

Wolfsburg kämpft – und blickt nach unten
Trotz der knappen Niederlage gab es für den VfL Wolfsburg auch positive Nachrichten. Konkurrent St. Pauli verlor parallel das Spiel gegen RB Leipzig, womit die Wolfsburger als Tabellensiebzehnter in den letzten Spieltag gehen. Mit einer ähnlichen Leistung wie gegen Bayern könnten die Wölfe die Relegation noch vermeiden. Dieter Hecking war stolz auf seine Mannschaft: „Wir haben eine Mannschaft gesehen, die an sich glaubt, die Intensität gehen kann, die Grundordnung hatte.“
