Kane manipuliert elfmeter? psychospiel oder genialer schachzug?

Ein Lächeln, ein kurzer Blick – und ein Elfmeter wird wiederholt. Harry Kane, der gefürchtete Angreifer des FC Bayern, gesteht nun überraschend, eine Schlüsselrolle bei der Wiederholung seines ersten Elfmeters gegen Kroatien bei der WM gespielt zu haben. Ein Geständnis, das die Fußballwelt in Aufruhr versetzt und Fragen nach Fairplay und psychologischer Kriegsführung aufwirft.

Der frühe fehler des keepers und kanes taktische finesse

Der frühe fehler des keepers und kanes taktische finesse

Die Situation war klar: England führte 4:2, Kane stand am Elfmeterpunkt. Doch der Schuss war Fehlschlag, ein seltenes Ereignis für den sonst so treffsicheren Stürmer. Der Grund: Dominik Livakovic, der kroatische Torwart, hatte sich zu früh in Bewegung gesetzt, bevor der Ball überhaupt getreten wurde. Doch was niemand ahnte: Kane hatte den Fehler des Keepers möglicherweise sogar herbeigeführt.

Im Interview mit der italienischen Gazzetta dello Sport enthüllte Kane seine Taktik. „Ich wusste, dass dieser Torwart gerne früh aus dem Tor kommt und schnell nach vorne springt“, erklärte er. „Ich wusste, dass es eine hohe Wahrscheinlichkeit gab, dass er die Linie verlässt, wenn ich eine Finte versuche.“ Und so geschah es. Kanes Anlauf war ungewöhnlich, verzögert, anders als seine sonst so präzisen Routinen. Ein Schachzug, der sich auszahlte, denn der wiederholte Elfmeter fand schließlich den Weg ins Netz.

Die Daily Mail spottete denn auch: „Hoffen wir mal, dass wir diesen Zögern-Anlauf nicht noch einmal sehen, denn er hatte Glück mit dem wiederholten Elfmeter.“ Die Frage, die nun im Raum steht, ist: War dies ein genialer Schachzug oder ein fragwürdiger Eingriff in den Spielablauf? Die Diskussion ist entfacht.

Die volle Ladung WM: Sonntag bis Freitag WM Aktuell LIVE im TV auf Sport1 und im LIVESTREAM auf Sport1.de und in der Sport1 App. Die Cifre ist unbestreitbar: Kane nutzte die Situation aus. Ob dies sportlich fair war, darüber wird noch lange diskutiert. Doch eines ist sicher: Der englische Kapitän hat einmal mehr bewiesen, dass er nicht nur ein außergewöhnlicher Torjäger, sondern auch ein gerissener Stratege ist.