Kanada räubt china gold-hattrick mit letztem stein

Kanada hat China den historischen dritten Rollstuhlcurling-Triumph in Folge geklaut. Mit dem letzten Stein drehten die Kanadier im Cortina-Finale den 3:4-Sieg und schnappten sich ihre vierte Paralympics-Krone.

Das spiel kippte in der letzten endrotation

Das spiel kippte in der letzten endrotation

Skip Wang Haitao musste mit dem Hammer alles richtig machen, doch seine Guard-Position war einen Zentimeter zu lang. Mark Idesons Draw verriegelte das vierer Kanada-Haus, und als Wangs Stein die T-Line verpasste, platzte der chinesische Traum. Die Kanadier brachen in Tränen aus, während Chinas Quartett starr auf das Eis starrte – drei Goldene hintereinander waren so nah und doch so fern.

Für Kanada ist es der erste Titel seit PyeongChang 2018 und der vierte insgesamt. Nur sie und China haben jemals Gold im Rollstuhlcurling geholt. Die Bilanz: Kanada führt nun 4:2. Die Nordamerikaner ziehen im Medaillenspiegel mit 18 Gold gleichauf mit Team Deutschland, schieben das DKB-Team aber auf Rang zehn. Deutschland war gar nicht vertreten – das Nationale Spielzentrum hatte die Qualifik verschlafen.

Die chinesische Delegation bleibt trotzdem klar auf Medaillen-Kurs: 38 Podestplätze, 14 davon golden. Die Mixed-Doubles hatten Wang Meng und Yang Jinqiao am Mittwoch schon eingetütet. Doch der Team-Hattrick wäre das erste Mal gewesen, dass ein Land drei Mal hintereinander die Rollstuhlcurling-Krone holt. Die Uhr startet von neu – Milano-Cortina 2026 rückt näher, und Wangs Blick ist bereits auf Revanche gerichtet.