Kämna verpasst tour de france: vuelta als neues ziel?

Schock für Lidl-Trek und Radsportfans: Lennart Kämna wird bei der diesjährigen Tour de France fehlen. Der Etappensieger von Villard-de-Lans 2020, der eigentlich bei der Frankreich-Rundfahrt an den Start gehen wollte, muss seine Pläne ändern.

Fokus auf die vuelta a españa

Fokus auf die vuelta a españa

Die Entscheidung, Kämna nicht für die Tour zu nominieren, sei „okay“, so der 29-Jährige gegenüber „Radsport News“ vor dem Start der Deutschen Straßenmeisterschaften in Bad Liebenstein. Er blicke nun in Richtung der Vuelta a España, der letzten Grand Tour des Jahres. Vier Jahre sind vergangen, seit sein letzter Tour-Start, der abrupt durch eine hartnäckige Erkältung beendet wurde.

Kämna, der in seiner zweiten Saison bei Lidl – Trek drei Etappenrennen bestritt, ohne dabei jedoch herausragende Ergebnisse zu erzielen, zeigte sich dennoch gelassen. Seine Leistung im Tour Auvergne-Rhone-Alpes, wo er als Helfer des Gesamtdritten Juan Ayuso auf dem 47. Platz landete, wirft Fragen auf. Das DM-Zeitfahren verlief mit einem siebten Platz ebenfalls unter den Erwartungen.

Doch die Entscheidung des Teams ist gefallen. Während andere Sprinter und Anfahrer bereits ihre Vorbereitungen auf die anspruchsvollen Alpenetappen intensivieren, konzentriert sich Kämna nun auf die Vuelta. Ob er dort seine Form unter Beweis stellen und an seine früheren Erfolge anknüpfen kann, bleibt abzuwarten. Seine bisher letzte dreiwöchige Landesrundfahrt, die Vuelta a Espana 2023, krönte er mit einem Etappensieg.

Die Tour de France boomt, doch der Radsport insgesamt scheint stagniert. Ein Fakt, der auch die Entscheidungen der Teams beeinflusst – wie im Fall von Lennart Kämna. Die Frage ist, ob dieser strategische Wechsel zum Besseren ist, oder ob Kämna sich verpasst.