Kalajdzic trotzt dem schicksal: wm-ticket nach unfassbarem comeback!

Sasa Kalajdzic, der Mann, dem so viele geschrieben hatten, dass seine Karriere am Ende sei, reißt ein Fußballmärchen. Nach einer Odyssee aus Verletzungen und Rückschlägen steht der Stürmer tatsächlich im WM-Kader Österreichs – eine Geschichte, die Willen, Durchhaltevermögen und eine gehörige Portion Glück vereint.

Ein steiniger weg zum gipfel

Ein steiniger weg zum gipfel

Drei Kreuzbandrisse, fast 1600 Tage ohne Pflichtspiel, über 200 verpasste Partien – die Last, die Kalajdzic in den letzten Jahren trug, wäre für die meisten Profis unerträglich gewesen. Doch der 28-Jährige gab nie auf. Es begann mit großen Erwartungen beim VfB Stuttgart, wo er in der Saison 2020/21 mit 16 Toren auf sich aufmerksam machte und für rund 18 Millionen Euro in die Premier League zu Wolverhampton Wanderers wechselte. Stattdessen folgten weitere Verletzungen und Enttäuschungen.

Die Wende kam unerwartet in seiner Heimat. Nach einer Leihe zum LASK Linz wurde Kalajdzic behutsam aufgebaut. In der Meisterrunde zeigte er dann, was in ihm steckt: fünf Tore und sechs Vorlagen in zehn Spielen. Dieser furioser Auftritt kulminierte im Gewinn des österreichischen Doubles, dem ersten großen Titel seiner Karriere. Die Leistungen öffneten ihm die Tür zurück in die Nationalmannschaft, wo er nach 857 Tagen ohne Einsatz sein Comeback feierte.

Rangnick nominierte ihn für die WM in Nordamerika. „Was meine Rolle sein wird, wird sich zeigen. Ich werde jede Rolle akzeptieren“, erklärte Kalajdzic dem „kicker“. Die WM-Teilnahme sei für ihn die „absolute Krönung“. Doch es ist mehr als das. Es ist die Belohnung für einen Kämpfer, der sich immer wieder aufrappelt, wenn alle anderen ihm das Fürchten ließen. Kalajdzic ist der Beweis, dass selbst die dunkelsten Stunden überwunden werden können – mit unbändigem Willen und der Unterstützung der richtigen Menschen.

Die Reise nach Nordamerika ist für ihn bereits jetzt eine Erfolgsgeschichte. Ob er dort nun noch das nächste Kapitel seines Fußballmärchens schreibt, bleibt abzuwarten. Aber eines ist sicher: Sasa Kalajdzic hat bewiesen, dass man nie aufgeben darf.