Kaiserslautern: lieberknecht bremst nach kiel-debakel – heimsieg gegen braunschweig pflicht?
Kaiserslautern – Nach dem erschreckenden Auftritt in Kiel hat Torsten Lieberknecht, Coach des 1. FC Kaiserslautern, eine Kehrtwende eingeleitet. Die angekündigten rigorosen Konsequenzen nach der 0:3-Pleite bleiben vorerst aus – ein Signal der Hoffnung für die Fans, doch der Druck, gegen Braunschweig zu punkten, ist enorm.

Die wundertüte lautern: heimstark, auswärts schwach
Die aktuelle Tabellenlage offenbart ein bezeichnendes Bild: Auf dem Betze sind die Roten Teufel eine Macht, liegen auf dem vierten Platz der Heimtabelle. Doch fernab der Pfalz verwandelt sich das Team in eine Schattenversion seiner selbst. Der zehnte Platz in der Auswärtstabelle deutet auf einen drohenden Abstiegskampf hin – ein alarmierendes Zeichen vor dem wichtigen Spiel gegen Braunschweig.
Lieberknecht scheint nun umdenken zu wollen. „Den Zeitraum der Konsequenzen habe ich offengelassen“, erklärte er auf der Pressekonferenz. „Die Jungs haben auch schon viel Freude bereitet. Ich weiß aber, dass ich mit den Verantwortlichen um mich herum die Augen offen halten muss.“ Ein deutlicher Hinweis darauf, dass trotz der jüngsten Misserfolge noch nicht alle Optionen ausgeschöpft sind.
Ein besonderes Spiel für Lieberknecht: Der Auftritt gegen Braunschweig hat für den Trainer eine zusätzliche Bedeutung. Von 2008 bis 2018 war er selbst in Niedersachsen tätig und pflegt zu dem Verein eine emotionale Bindung. „Meine Zeit in Braunschweig war für mich sehr prägend. Daher ist es immer noch ein Spiel, das eine gewisse Emotionalität für mich hat“, gestand Lieberknecht. Er führte die Eintracht 2013 in die Bundesliga – eine Leistung, die ihm in Erinnerung bleibt.
Die Personalsituation bei den Hausherren ist weitgehend stabil. Lediglich Ivan Prtajin fehlt weiterhin verletzt, und auch Erik Wekesser ist aufgrund einer Erkrankung nicht dabei. Das Fritz-Walter-Stadion wird voraussichtlich ausverkauft sein, mit 43.592 Zuschauern und 850 mitgereisten Braunschweigern. Vier Spieler der Eintracht trugen in der Vergangenheit bereits das Trikot der Roten Teufel, darunter Anas Bakhat und Faride Alidou, der aktuell ausgeliehen ist.
Die Frage ist: Kann Lieberknecht seine Mannschaft wieder in die Spur bringen und den Heimvorteil nutzen? Oder wird die Achterbahnfahrt der aktuellen Saison weitergehen? Die Antwort gibt das Spiel gegen Braunschweig.
