Kaderli-deal geplatzt: absturz aus shl wirft schweizer talent zurück auf los

Andro Kaderli wollte in Schweden durchstarten, unterschrieb im November sogar bis 2026. Ein einziger Playout-Final vernichtete seinen Vertrag über Nacht und katapultiert den 21-Jährigen in eine fragliche Zukunft.

Unglücksserie in vier spielen – und alles ist weg

Leksands IF ging als leichtes Favorit gegen HV71 ins Finale, doch nach vier Niederlagen schaute der Abstieg aus der SHL. In Schweden haben Trainer und Spieler keine Zeit, sich an die Situation zu gewöhnen: Mit dem Liga-Wechsel erlöschen sämtliche Kontrakte automatisch. Für Kaderli bedeutet das, dass er binnen 24 Stunden vom gesicherten Stammplatz zum arbeitslosen Free Agent wurde.

Die Statistik klingt harmlos – 53 Einsätze, 4 Tore, 9 Assists –, doch sie verbirgt die Tatsache, dass der Stürmer in der Defensive längst als verlässlicher Allrounder gilt. Genau diese Vielseitigkeit lassen sich die Clubs in der National League nun kostenlos sichern.

Hc fribourg-gottéron zögerte – ambri und langnau schon auf kurs

Hc fribourg-gottéron zögerte – ambri und langnau schon auf kurs

Im Winter hatte der HC Fribourg-Gottéron bereits ein konkretes Konzept auf dem Tisch. Die Verantwortlichen schoben eine Entscheidung auf, weil Kaderlis Verlängerung in Schweden offiziell schien. Jetzt, da die Fristen weg sind, rücken zwei Konkurrenten nach: HC Ambri-Piotta und die SCL Tigers aus Langnau, wo der Berner Landestrainer ihn von der U15 bis zur Elite kannte.

Intern schätzt man seine Spielintelligenz und die ruhige Art, Druck abzubauen – Eigenschaften, die in engen Playoff-Rennen Gold wert sein können. Die Tigers suchen dringend Tiefe für die dritte Angriffsreihe, Ambri will Talente mit NL-Erfahrung verjüngen. Beide Klubs haben freies Budget und könnten sich ein Bieterduell liefern.

Die Uhr tickt. Mit jedem Tag, an dem Kaderli keinen neuen Stift unterschreibt, verlieren die Teams Vorbereitungszeit. Und der Youngster? Er muss erneut beweisen, dass ein halbes Jahr Eishochgeschwindigkeit in Schweden mehr wert ist als eine Bankkarriere in der Heimat.