Kabayel: „endlich der gejagte – das ist unbeschreiblich!“
Agit Kabayel, der neue deutsche Schwergewichtsweltmeister, kann seine Euphorie kaum fassen. Der Bochumer wurde am Samstag vom World Boxing Council (WBC) zum Champion erklärt und befindet sich nun in einer völlig neuen Situation: Er ist derjenige, der gejagt wird, derjenige, von dem die Welt etwas fordert.
Die achterbahnfahrt hat ein ende: der traum wird wahr
Nach fast zwei Jahrzehnten im Kampfsport, die sich Kabayel wie eine „Achterbahnfahrt“ beschrieb, steht er endlich an der Spitze. „Mein Traum war es immer, Weltmeister im Schwergewicht zu werden“, so der 33-Jährige im Gespräch mit DAZN. Die Ernennung zum Weltmeister, nachdem Alexander Usyk seine drei Titel zurückgelegt hatte, ist für ihn „unbeschreiblich“ – eine Momentaufnahme, die er so schnell nicht vergessen wird.
Die Kritik an seinem „Sofa-Titel“ nimmt er gelassen hin. „Das gehört dazu. Wenn die Kritik kommt, weißt du meistens auch, dass es gerade gut läuft“, kontert Kabayel. Seine Reaktion zeigt die Reife eines Kämpfers, der gelernt hat, mit dem Druck umzugehen und ihn in Energie umzuwandeln.

Das stadionfieber: titelverteidigung vor heimischem publikum
Der Blick richtet sich nun auf die Zukunft. Kabayel hat große Pläne und möchte seinen Titel unbedingt in Deutschland verteidigen. „Ich hoffe, dass wir mit dem riesigen Support, den wir aktuell bekommen, die erste Titelverteidigung in einem Stadion austragen können“, erklärt er. Sein Ziel: Das Düsseldorfer Stadion – ein Fußballtempel, der für einen unvergesslichen Boxabend perfekt wäre.
Die Faszination des Boxens, die Kraft des Supports und die unbändige Entschlossenheit eines Kämpfers, der seinen Traum gelebt hat – Agit Kabayel hat gerade erst begonnen.
