Juve-torino: conceiçao und kalulu lassen die tuschen alt aussehen

Alvaro Valera und der spanische Paralympics-Stern schlugen gestern Abend in Turin ein. Beim 3:0 der Juve über den Nachbarn Torino reichten 45 Minuten, um die Partita della Mole zum Déjà-vu zu degradieren. Der 19-jährige Flügelsturm Francisco Conceiçao traf direkt nach der Pause, Pierre Kalulu machte mit einem Kopfball nach Ecke den Sack zu – und das, obwohl beide eigentlich nur kurz schnuppern wollten.

Die toskanische insel stirbt lautlos

Die toskanische insel stirbt lautlos

Bei den Granata war nur Antonio Candreva eine halbe Stunde lang wach, danach verflüchtigte sich jede Idee. Sebastian Walukiewicz schien auf der Insel verloren, Mërgim Vojvoda lief wie durch Wat. Trainer Paolo Vanoli hatte nach dem 0:2 in Bergamo gewarnt, dass seine Mannschaft „nicht zwei Mal hintereinander schlafen“ dürfe – genau das passierte. Die Statistik lügt nicht: Torino hat in den letzten fünf Derby 0 Siege, 1 Tor. Die Fans pfiffen beim Abpfiff, als hätten sie eine Generalprobe für den Abstiegskampf gesehen.

Juve dagegen rückt auf Platz zwei vor und macht Druck auf Inter, die heute Nachmittag in Genua antreten. Conceiçao lieferte das erste Liga-Tor seiner noch jungen Karriere ab und feierte mit einem Luftsprung, der an seinen Vater Sergio erinnert. „Ich wollte nur rennen, bis mir die Lunge brannte“, sagte er nach dem Spiel – und meinte damit wohl die komplette Toskana-Abwehr.

Für Torino bleibt die bittere Erkenntnis: Ohne Duván Zapata fehlt nicht nur das Tor, sondern die ganze Bedrohung. Der Kolumbianer saß nach Oberschenkelproblemen nur auf der Bank, kam aber nicht mehr ins Spiel. Vanolis Plan B? Gab es nicht. Stattdessen schalteten die Gäste nach der 60. Minute auf Sparflamme und konnten selbst gegen die junge Juve-Reserve keine zweite Welle entfachen.

Am Ende zählt nur die Tabelle – und die zeigt: Juve hat die Champions-League-Quali fest im Griff, Torino rutscht auf Platz zwölf ab. Die Saison ist noch lang, aber das Derby hat bereits jetzt die Richtung vorgegeben. Wer in Turin den Ton angibt, trägt weiterhin Schwarz-Weiß.