Juventus: vlahovic abgang öffnet transferfenster – kann spalletti profitieren?
Turin bebt! Dusan Vlahovic, der serbische Stürmer, verlässt die Juventus – und damit nicht nur ein Spieler, sondern auch ein beträchtlicher Batzen Geld. Der Abschied ermöglicht es der alten Dame, im Sommer kräftig auf dem Transfermarkt aktiv zu werden. Aber ist der sportliche Verlust nicht zu groß?
Ein teurer abschied mit finanziellen vorteilen
Die Entscheidung, Vlahovic ziehen zu lassen, war offenbar unausweichlich. Für 70 Millionen Euro Ablöse plus 10 Millionen Euro in Boni und 11,6 Millionen Euro an Provisionen wurde er vor knapp drei Jahren verpflichtet. In 4,5 Jahren verdiente er über 80 Millionen Euro brutto. Rechnet man die Gehaltskosten und die Abschreibung zusammen, kostete jede seiner 68 Treffer in 168 Einsätzen den Verein rund 2,4 Millionen Euro – ein exorbitanter Wert. Die Trennung befreit den Verein von rund 40 Millionen Euro an Amortisation und Gehaltskosten, eine Summe, die angesichts der ambitionierten Ziele für die neue Saison dringend benötigt wird.
Doch der sportliche Aspekt darf nicht vergessen werden. Vlahovic war trotz seiner Verletzungsanfälligkeit, insbesondere aufgrund der lästigen Pubalgie im Winter 2022 und der Muskel-Sehnen-Verletzung im November, lange Zeit der einzige garantierte Torschütze im Juve-Angriff. Zahlreiche Trainer – von Allegri bis hin zu Spalletti – haben sich auf ihn verlassen, obwohl seine Leistungen oft von Schwankungen geprägt waren. Eine Quote von einem Tor alle 163 Minuten und 1,72 Punkte pro Spiel verdeutlichen seine Bedeutung für die Mannschaft, auch wenn diese nicht immer in konstant hoher Form abrufbar waren.

Spallettis wunschspieler verlässt turin: wer kommt?
Trainer Allegri experimentierte mit verschiedenen Sturmkonstellationen, doch Vlahovic blieb meist im Zentrum. Nun muss Spalletti eine neue Lösung finden. Die Verpflichtung von Kolo Muani vom PSG könnte eine Option sein, würde aber ebenfalls eine erhebliche Belastung für den Kader darstellen – und zwar in etwa die gleiche wie der Abgang von Vlahovic. Es bleibt abzuwarten, ob die Juve-Bosse den Mut aufbringen, weitere ambitionierte Transfers zu tätigen und so die entstandene Lücke zu schließen.
Die Verpflichtungen von David und Openda im letzten Sommer scheiterten am fehlenden Verständnis für die italienische Liga. Werden die neuen Angreifer besser einschätzen können? Das wird sich zeigen. Die Entscheidung für oder gegen Vlahovic war und ist eine Gratwanderung. Die Zeit und vor allem die Leistungen der neuen Spieler werden über den Erfolg oder Misserfolg dieser Maßnahme entscheiden.
Die alte Dame hat jetzt die Chance, ihren Kader nach den Vorstellungen von Spalletti neu zu gestalten und eine schlagkräftige Mannschaft für die Meisterschaft zu formen. Die finanziellen Mittel sind vorhanden, die Frage ist, ob die sportliche Weitsicht mit dabei ist. Die Fans warten gespannt auf die nächsten Entwicklungen und hoffen auf eine erfolgreiche Zukunft.
