Juventus: tacconi fordert persönlichkeit im tor – und verrät, warum de gea zur fiorentina passt!

Turin – Die Suche nach einem neuen Torwart bei Juventus ist in vollem Gange. Ehemaliger Juve-Schlussmann Stefano Tacconi, eine Legende zwischen den Pfosten (1983-1992), hat in einem Gespräch seine Vorstellungen deutlich gemacht: „Es braucht Persönlichkeit, Charakter und Gelassenheit. Der Torwart ist nicht für jeden etwas.“ Und er hat auch eine klare Meinung zu den Gerüchten um Ex-ManU-Keeper De Gea.

Die tacconi-analyse: mehr als nur talent

Tacconi, der in seiner Karriere alles gewann, von der Meisterschaft bis zur Champions League, betont, dass ein Torwart mehr als nur gute Reflexe benötigt. „Ich hatte anfangs den Druck, die Nachfolge von Dino Zoff anzutreten. Um damit fertig zu werden, musste ich etwas tun. ich habe jeden angefeindet, inklusive der Weltmeister! Ich wollte zeigen, dass ich ein Härtefall bin.“ Eine Mentalität, die heute so selten zu sehen ist.

Die aktuelle Situation bei Juventus ist ihm nicht entgangen: „Di Gregorio hatte eine Saison mit Höhen und Tiefen. Das Torwartproblem war nicht das einzige Problem der Juve, ganz klar. Der Ausschluss aus der Champions League ist eine kollektive Schuld, nicht nur seine.“ Die Verantwortlichen scheinen nun nach einer Lösung zu suchen, und die Namen Alisson (Liverpool) und Martinez (Aston Villa) fallen.

Tacconi ist entschieden: „Ich hätte Szczesny nicht verkaufen dürfen, das wäre ein schwerwiegender Fehler gewesen. Ein starker Torwart, ein Juve-Torwart. Nicht ohne Grund hat er es geschafft, sich sogar beim FC Barcelona durchzusetzen.“ Die Geschichte zeigt, dass ein erfahrener Rückhalt enorm wichtig ist.

Die kandidaten: brasilianer, argentinier oder doch ein italiener?

Die kandidaten: brasilianer, argentinier oder doch ein italiener?

„Alisson ist die Nummer eins von Brasilien, Martinez die von Argentinien. Früher war der Torwart der Schwachpunkt der brasilianischen Nationalmannschaft, aber seit Taffarel haben sie dort großartige Talente hervorgebracht. Alisson ist ein Champion, er hat alles gewonnen – das ist ein Detail, das für die Juventus wichtig ist, die Maglie Bianconera wiegt enorm.“ Martinez hingegen bringe die nötige Durchschlagskraft mit, den „Wahnsinn“, so Tacconi.

Sein Favorit? „Ein Italiener wäre ideal, aber die absoluten Top-Leute sind rar. Ich bevorzuge Carnesecchi, der momentan vielleicht unerreichbar ist.“ Auch Donnarumma wird nicht vergessen: „Gigio ist stark, keine Frage. Aber er macht manchmal kindische Fehler.“ Vicario wird ebenfalls in die Riege der vielversprechenden italienischen Torhüter aufgenommen.

De Gea zur Fiorentina? „Ich glaube, er hat seine beste Zeit beim Manchester United hinter sich gelassen. Für die Fiorentina ist er aber eine gute Verstärkung.“

Spalletti und die suche nach charakter

Spalletti und die suche nach charakter

Die Sechste Platzierung in der Liga und das Scheitern in der Champions League sind für Tacconi schmerzhaft. „Ich habe das auch schon erlebt… Juventus ist der schlimmste Ort, wenn man nicht gewinnt. Spalletti hatte die Mannschaft gepusht, eine klare Identität geschaffen. Dann haben sich die Bianconeri selbst sabotiert.“

Spalletti fordert Spieler mit Charakter in allen Reihen, und Koke, der Kapitän von Atlético Madrid, wird als potenzielles Ziel gehandelt. „Man braucht 3-4 Spieler wie ihn. Spalletti kann die Spieler technisch verbessern, aber Charisma kann man nicht lehren. Es ist eine angeborene Qualität, und es ist gut, dass Juventus auf dem Transfermarkt danach sucht.“

Die Europa League bietet eine Chance zur Revanche: „Nach dreißig Jahren ohne europäischen Titel ist es höchste Zeit. Die Champions League wäre extrem schwer gewesen, aber in der Europa League sind die Chancen größer. Mit den richtigen Verstärkungen kann Spalletti auch dort erfolgreich sein.“

Die Suche geht weiter, das Ziel ist klar: Juventus muss wieder zur europäischen Spitze zurückkehren – mit einem Torwart, der nicht nur Bälle hält, sondern auch eine Mannschaft führen kann.