Juventus: 15 millionen für führungskräfte – null scudetti!

Turin bebt! Während die Fans seit Jahren auf eine Rückkehr zur alten Größe warten, hat die Juventus Turin in den letzten fünf Jahren unglaubliche 15 Millionen Euro für Führungskräfte ausgegeben – ohne dabei nennenswerte sportliche Erfolge zu erzielen. Ein teurer Fehlbesuch, der die Frage aufwirft: Wo ist das Geld geblieben?

Der comolli-bonus: ein teurer spaß

Der comolli-bonus: ein teurer spaß

Der jüngste Rauswurf von Damien Comolli wirft ein besonders grelles Licht auf die Transferpolitik der Bianconeri. Als er im vergangenen Jahr nach dem Abschied von Cristiano Giuntoli als neuer Generaldirektor vorgestellt wurde, erhielt Comolli einen Signing-Bonus von satten 950.000 Euro – ein Betrag, der eher an die Verpflichtung eines Top-Spielers erinnert. Doch Comolli konnte die Erwartungen nicht erfüllen. Seine Transferpolitik war umstritten, und die Kontinussa, das Trainingszentrum der Juventus, wurde von ihm scheinbar demoliert. Am Ende blieb ihm nur die Entlassung.

Aber Comolli ist nur die Spitze des Eisbergs. Seit 2019 haben die Aktionäre der Juventus insgesamt 998 Millionen Euro für Kapitalerhöhungen bereitgestellt, um Verluste zu decken, in den Kader zu investieren und – wie sich herausstellt – Führungskräfte zu bezahlen. Die Liste der Namen liest sich wie ein Who's Who des sportiven Missmanagements: Maurizio Arrivabene, der mit 2 Millionen Euro in anderthalb Jahren ein stattliches Sümmchen einstreifte, sein Nachfolger Maurizio Scanavino, der 2,6 Millionen Euro erhielt, und Cristiano Giuntoli, dessen Engagement mit rund 6 Millionen Euro zu Buche schlug. Die Summe aller Nebenkosten: 15 Millionen Euro für Führungskräfte, während die Mannschaft im Schatten der Champions-League-Viertelfinals verharrte und der Scudetto eine ferne Erinnerung blieb.

Die Frage ist nicht, ob die Juventus über ausreichend finanzielle Mittel verfügt, sondern ob sie diese intelligent einsetzt. 350 Millionen Euro wurden in den gleichen Zeitraum auf dem Transfermarkt investiert – ein enormer Betrag, der jedoch nicht zu den gewünschten Ergebnissen geführt hat. Der Fokus sollte nicht auf den Gehältern der Manager liegen, sondern auf der sportlichen Leistung der Mannschaft. Die Fans fordern Taten, nicht leere Versprechungen und teure Fehlentscheidungen.

Die Ära Agnelli, geprägt von neun gewonnenen Scudetti und zwei Champions-League-Finals, scheint endgültig einer vergangenen Epoche angehört. Seit dem Abschied von Fabio Paratici im Mai 2021 und dem späteren Rücktritt der gesamten Geschäftsführung aufgrund von Bilanzvorwürfen herrscht ein ständiger Wechsel an der Spitze. John Elkann, der mächtige Anteilseigner, hat seitdem die Fäden in der Hand und bestellt neue Führungskräfte nach eigenem Gusto. Doch die Ergebnisse lassen zu wünschen übrig.

Die Bianconeri stehen vor einer entscheidenden Weggabelung. Es braucht mehr als nur Geld, um erfolgreich zu sein. Es braucht eine klare sportliche Vision, eine intelligente Transferpolitik und vor allem eine Führung, die das Herz der Fans versteht und die Leidenschaft für den Fußball lebt. Sonst wird die Juventus weiterhin in einem Teufelskreis aus teuren Fehlentscheidungen und enttäuschten Erwartungen gefangen sein. Ein Neuanfang ist unausweichlich, aber er muss von einer soliden Basis ausgehen – und diese Basis ist nicht Geld, sondern Leidenschaft und Kompetenz.