Juve jagt den vierten: sassuolo droht die zerberus-statistik
Turin brodelt. Die Juventus hat am Samstagabend (20.45 Uhr) nur ein Ziel: den dritten Sieg in Serie, um den Champions-League-Platz endlich wieder in Reichweite zu rücken. Gegner Sassuolo, der Vorletzte, könnte dabei in eine historische Falle stapfen – denn im Allianz Stadium wartet eine Horror-Bilanz auf die Grün-Schwarzen.
Sassuolo hat in turin nie zu null gespielt
Elf Auswärtsspiele, 30 Gegentore, kein einziges Mal ohne Gegentor – die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Wer bei der Alten Dame zu Gast ist, muss frieren. Die 2,7 Gegentore pro Partie sind keine Statistik, sondern ein Déjà-vu. Nur einmal, am 27. Oktober 2021, entführten die Emilianer mit dem legendären 2-1 die Punkte. Davide Frattesi und Maxime Lopez schrieben damals Geschichte. Doch das war ein anderes Turin, ein anderes Sassuolo.
Seitdem dominiert die Juve wieder. Die letzten beiden Duelle endeten 6-0 – ein Ergebnis, das wie ein Warnschuss durch die Liga grollte. Kein Wunder: Sassuolo verlor 16 der 23 Pflichtspiele gegen die Turiner, kassierte 55 Treffer. Kein Gegner traf sie häufiger. Für Trainer Fabio Grosso wird es zur Geduldsprobe, will er den Klassenkampf offen halten.

Spalletti setzt auf doppelloch
Luciano Spalletti rotiert. Im Mittelfeld formiert sich das Duo Locatelli-Thuram als Doppelsechs, vorne fliegt die junge Wildcard Kenan Yildiz mit neuer Freiheit. Die Viererkette bekommt mit Bremer und dem frisch gebackenen Franzosen Kelly mehr Tempo in der Vertikale. Sassuolo kontert mit dem berüchtigten 4-3-3, Domenico Berardi dribbelt an der Seitenlinie wie ein Mann, der weiß, dass die Uhr tickt – sein Klub braucht Punkte wie Sauerstoff.
Schiedsrichter Matteo Marchetti aus Ostia leitet die Partie, am VAR sitzt der erfahrene Abisso. Die Temperaturen sinken, die Nerven liegen blank. Sky und DAZN übertragen live, doch die eigentliche Show spielt sich zwischen den Sechzehnern ab.
Der Blick auf die Tabelle lügt nicht: Juventus ist Sechster, vier Punkte hinter Bologna. Sassuolo steht mit 20 Zählern auf Talfahrt. Für die Turiner heißt es: gewinnen oder Nachholjagd verpassen. Für die Emilianer: hier oder nie. Die Arena wird beben – und mit ihr die Serie A.
