Juve: champions-aus und bittere entscheidungen – kann spalletti das ruder noch herumreißen?

Turin bebt! Der Traum von der Champions League ist für Juventus Turin geplatzt, und mit ihm scheinen auch die ambitionierten Transferpläne für den Sommer in Rauch aufgegangen zu sein. Nach der schmerzhaften Niederlage gegen die Fiorentina steht der Hauptstadtklub nun weit hinter den Erwartungen zurück – und die Konsequenzen könnten gravierend sein.

Die finanzielle realität zwingt zum handeln

Die verpasste Qualifikation für die Königsklasse bedeutet einen herben Schlag für die Juventes-Kasse. Die erwarteten 60 bis 70 Millionen Euro an UEFA-Prämien und zusätzlichen Einnahmen aus dem Stadionbesuch fallen weg. Das macht die angestrebte Neugestaltung des Kaders, die Luciano Spalletti von der Vereinsführung gefordert hatte, nahezu unmöglich. Vielmehr droht Juventus gezwungen, wertvolle Spieler abzugeben, um die Finanzen wieder in den Griff zu bekommen.

Die Notwendigkeit, Lois Openda verpflichten zu müssen, verschärft die Situation zusätzlich. Damien Comolli, der Juve-Vorstand, hatte vor einigen Monaten noch betont, dass viele Spieler nur mit einem Champions-League-Platz in Turin spielen würden. Doch diese Aussage trifft offensichtlich nicht auf alle Wunschkandidaten zu. Während Spieler wie Alisson und Kolo Muani möglicherweise nicht zögern würden, auf die Teilnahme an der europäischen Spitze zu verzichten, gilt dies für Bernardo Silva nicht.

Der portugiesische Spielmacher, der Manchester City verlassen möchte und sich vor dem bevorstehenden WM-Turnier eine neue sportliche Heimat sucht, kann auf die Champions League nicht verzichten. Spallettis persönliches Anruf bei Silva deutet auf das große Interesse hin, doch ohne die Aussicht auf die Teilnahme am wichtigsten europäischen Wettbewerb könnte Juventus den Deal nun verpassen.

Wer muss den verein verlassen?

Wer muss den verein verlassen?

Die finanzielle Situation zwingt Juventus zu schmerzhaften Entscheidungen. Die UEFA hält die Bücher der Bianconeri genau im Auge, um die Einhaltung des Financial Fairplay zu gewährleisten. Daher könnten mindestens ein oder zwei Leistungsträger verkauft werden müssen. Als mögliche Kandidaten werden Gleison Bremer (mit einer Ausstiegsklausel von über 50 Millionen Euro), Khephren Thuram, Andrea Cambiaso und Francisco Conceiçao gehandelt. Auch der junge Kenan Yildiz könnte zum Verhandlungsgegenstand werden, sollte Real Madrid ein verlockendes Angebot unterbreiten.

Die Personalie Dusan Vlahovic scheint unabhängig von der Champions-League-Teilnahme zu bleiben. Sein Verlängerung hängt eher von den Angeboten ab, die für ihn aus dem Ausland eingehen, und von der Rolle seines Agenten, Milos Vlahovic.

Die kommenden Wochen werden entscheidend sein für Juventus Turin. Ob Spalletti es schafft, das Ruder herumzureißen und den Verein trotz der widrigen Umstände zu stärken, bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch klar: Juventus steht vor einer Zerreißprobe, die den Verein nachhaltig prägen könnte.