Juve baut perin zur nummer eins – im sommer räumt agresti das torwart-bollwerk komplett
Der Udine-Kick war die Pointe: Michele Di Gregorio saß zum vierten Mal in Serie auf der Bank, Mattia Perin hütete wieder das Tor. Cristiano Giuntolas Versprechen von „2–3 Spielen“ für den Ex-Genoaer ist Makulatur – Perin bleibt bis Mai im Kasten, dann wird die Juve rotieren wie ein Zahnrad im Hochgeschwindigkeitsmodus.
Di gregorio vor dem exit – 11 millionen buchwert zwingen zum schnellschuss
Die Zahlen sind hart: noch 11 Mio. Euro stehen für den ehemaligen Monza-Schlussmann in den Bilanzen. Verkauft werden muss er, sonst droht eine Minusvalenza. Italienische Klubs lauern schon, denn der 27-Jährige galt vor drei Monaten noch als langfristig Lösung. Nun ist er nur noch Staffage, ein Platzverweis auf der Holzbank.
Mattia Perin selbst träumt nicht von Turin. Mit 34 im Rücken will der Latiale die letzte Chance auf ein Starting-Job in der Serie A nutzen. Bereits im Sommer und erneut im Januar hatte er den Wunsch signalisiert, doch eine Hand-OP und eine Ausgleichsforderung der Juve an den Genoa blockierten einen Transfer. Der Kreisel dreht sich – im Juni dürfte er für eine symbolische Ablöse frei kommen.

Alisson bis audero – das neue duell beginnt hinter der linie
Für den Job als neue Nummer eins haben die Bianconeri ein Premium-Profil im Visier: Alisson Becker war der Favorit, doch die Vertragsverlängerung beim FC Liverpool bis 2027 macht die Piste delikat. Gareth Southgates Tottenham-Keeper Guglielmo Vicario wird von Inter schon umworben, bleibt aber auf der Longlist. Traumkandidat: Marco Carnesecchi, Atalanta-Ausnahmetalent mit italienischer Nationalteam-Perspektive.
Für die Rolle des Backups kursen echte Serie-A-Brandings: Ivan Provedel (Lazio), Lorenzo Montipò (Hellas Verona), Wladimiro Falcone (Lecce) und Federico Ravaglia (Bologna) sind intern erprobt. Emil Audero steht ganz oben: Cremonese-Schlussmann, Vertrag läuft aus, Juve-eigener Jahrgang 1997 – perfekt, um Listenplätze in Champions League und Serie A zu sparen. Die Entscheidung fällt zwischen Transferkasse und sportlichem Kalkül.
Die Devise lautet: wer im Sommer 2025 im Tor der Juve steht, muss sofort liefern. Die Zeit der Experimente ist vorbei, die Zeit der klaren Personalien beginnt. Bis dahin hält Perin dicht – und weiß, dass jeder Ball seine Visitenkarte für den nächsten Klub ist.
