Jugendwelle überrollt die serie a: vaz, yildiz und diao greifen an

Acht Spieltage. Drei Punkte Abstand zwischen dem vierten und dem sechsten Platz. Und mittendrin ein Phänomen, das die Tabelle gerade neu schreibt: Teenager und Anfang-Zwanzigjährige entscheiden den Champions-League-Kampf in der Serie A. Das ist keine Theorie mehr. Das ist Fußball-Realität im März 2025.

Como schlägt pisa 5:0 – und schickt drei youngster gleichzeitig aufs feld

Fabrègeas Como steht auf Platz vier, und die Zahlen hinter diesem Rang sind schlicht beeindruckend: fünf Siege in Folge in der Liga, zuletzt ein 5:0 gegen Pisa. Was diese Mannschaft von allem anderen in der Serie A unterscheidet, ist ihr Offensivmotor. Assane Diao traf zum ersten Mal seit fast einem Jahr und legte noch einen Assist obendrauf. Nico Paz meldete sich nach einer schwächeren Phase zurück. Dazu startete Jesus Rodriguez, der später verletzt ausgewechselt werden musste. Zusammen brachten die drei hinter Stürmer Douvikas gerade einmal 61 Lebensjahre auf die Waage. In ganz Europa gibt es keine Offensive, die so jung und gleichzeitig so gefährlich ist.

Auch defensiv setzt Como auf die Zukunft. Ramon und Valle, beide noch unter 21, sind längst keine Experimente mehr. Sie sind Stammspieler. Fabrègas baut eine Mannschaft, die nicht nur heute funktioniert, sondern in drei Jahren vermutlich noch stärker sein wird.

Vaz trifft für roma – sechs minuten nach seiner einwechslung

Vaz trifft für roma – sechs minuten nach seiner einwechslung

Bei der AS Roma lief es gegen Lecce lange zäh. Dann, in der 51. Minute, betrat Robinio Vaz den Rasen. Der Franzose, gerade einmal 17 Jahre alt, ist in dieser Saison immer dann zur Stelle, wenn Gasperini die Alternativen ausgehen – und das ist angesichts der Verletzungen von Ferguson und Dovbyk öfter der Fall als geplant. Sechs Minuten nach seiner Einwechslung köpfte er einen Cross von Hermoso ins Netz. Erstes Pflichtspieltor in Gelb-Rot. Kein schlechter Einstand.

Hinter ihm spielte Pisilli, 21 Jahre, die volle Partie, sah sogar ein reguläres Tor aberkannt und reist jetzt mit der Nationalmannschaft unter Gattuso in die Playoff-Partie gegen Nordirland. Roma gewinnt, atmet durch – und weiß, dass es für den Schlussspurt auf genau diese Spieler ankommt.

Yildiz schreibt juventus-geschichte – und das mit 19

Yildiz schreibt juventus-geschichte – und das mit 19

Juventus kam gegen Sassuolo nicht über ein 1:1 hinaus, aber Kenan Yildiz war wieder der Einzige, der wirklich aufgefallen ist. Seit dem Aus in der Champions League hat der Türke einen Gang hochgeschaltet: Tor und Assist gegen Pisa, Assist gegen Udinese, Tor gegen Sassuolo. Der Jahrgang 2005 steht jetzt bei zweistelligen Ligator-Zahlen in dieser Saison – als erster ausländischer Spieler unter 21 in der Geschichte von Juventus, der das schafft. Eine Zahl, die für sich spricht.

Die Frage ist nicht mehr, ob Yildiz gut genug für die große Bühne ist. Die Frage ist, ob Juventus in den verbleibenden acht Spielen gut genug ist, um ihm die Bühne zu liefern, die er verdient.

Atalanta glaubt noch dran – mit einer abwehr, die kaum alt genug ist für eine biermarke

Atalanta glaubt noch dran – mit einer abwehr, die kaum alt genug ist für eine biermarke

Sieben Punkte Rückstand auf Platz vier nach dem Sieg gegen Verona. Palladino sagt, man glaube noch dran. Das klingt nach Pflichtoptimismus – ist es aber nicht ganz. Denn die Bergamasken kultivieren gerade eine Defensivlinie, die in ihrer Art einzigartig ist: Ahanor, 18 Jahre, gerade erst eingebürgert und sofort in den U21-Kader berufen. Scalvini und Bernasconi, beide 22, längst Stammspieler unter Palladino. Junge, italienische Verteidiger, die nicht nur vielversprechend sind, sondern bereits liefern.

Ob das für die Champions League reicht, wird der April zeigen. Aber eines ist klar: Diese Generation hat keine Angst vor dem Moment. Die haben einfach noch nicht gelernt, Angst zu haben. Und das ist im Fußball manchmal das stärkste Argument von allen.