Jubiläums-show in der super league: görtler, okoroji & co. schreiben geschichte

200 Einsätze für Lukas Görtler, ein Doppelpack beim 100. Spiel für Chima Okoroji und die 100-Partie-Marke für Nishan Burkart – die Super League verwandelte sich in eine Erfolgsgala mit Namenszügen.

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Im Kybunpark lieferten die Espen nicht nur drei Punkte ab, sondern auch zwei persönliche Meilensteine. Görtler, seit 2019 das Herzstück der Mittellinie, absolvierte sein 200. Super-League-Spiel. Die Zahl ist Programm: Kein Feldspieler der aktuellen Riege bringt mehr Erfahrung mit. Doch der Abend gehörte auch Okoroji. Der Außenbahnspieler traf zweimal gegen Basel und schraubte sich damit in die Geschichtsbücher: 100 Spiele in Grün-Weiß, zwei Tore – perfekte Symbiose.

Trainer Leonardo Costantino lobte nach Abpfiff nicht nur die Effizienz, sondern die Mentalität: „Chima hat sich den Jubiläumstreffer hart erarbeitet, Lukas leitet die Crew mit Ruhe. Beide sind Sinnbilder für unseren Weg.“ Die Fans skandierten die Namen, die Kurve schwenkte ein Banner mit der Aufschrift „200 mal Görtler – immer auf unserer Seite“.

Winterthur folgt mit eigenen rekorden

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Am Espenmoos ging es kaum ruhiger zu. Beim 1:1 gegen Servette erreichte Nishan Burkart seine 100. Partie für den FCW. Der 24-jährige Stürmer, 2021 aus Freiburg gekommen, avancierte zur Identifikationsfigur der Aufsteigermission. Sportchef Thomas Niggl betonte: „Nishan steht für Kontinuität in turbulenten Zeiten.“

Mit Silvan Sidler steht sogar schon der nächste Jubilar in den Startlöchern. Der Verteidiger kam gegen Genf auf Ligaspiel Nummer 200 – verteilt über mehrere Clubs. Die Winterthurer Marke von 100 Einsätzen für den FCW könnte er in zwei Partien knacken. „Jeder Zweikampf zählt, aber ein Heimspiel mit der 100 drauf wäre schon nice“, sagte Sidler mit verschmitztem Grinsen.

Die Zahlen verraten eine weitere Wahrheit: In der Eulachstadt mischt eine junge Garbe auf. Mehr als die Hälfte des Kaders ist noch keine 25 Jahre alt. Trotzdem halten gerade die erfahrenen Leute wie Burkart und Sidler das Ruder fest – ein Spagat, der den Verbleib in der obersten Liga sichern soll.

Für Görtler geht die Reise nach dem 200. Auftritt übrigens nahtlos weiter. Gegen YB will er die nächste Punkteteilung einfahren. Sein Kommentar dazu: „Jubeln ist erlaubt, aber der Fokus richtet sich auf Samstag. Die Liga schläft nicht.“ Eine Ansage, die zeigt: Die Meilensteine sind erreicht, der Blick geht nach vorn. Die Super League bleibt ein Tempo-Duell – mit Akteuren, die Geschichte schreiben und sofort die nächste Seite aufschlagen.