Juanma herzog: der bankdrücker, der sich zurückkämpft

13 Spiele, vier Mal von Anfang an auf dem Platz – der Rest war Warten, Lauschen, Hoffen. Juanma Herzog musste in dieser Saison zusehen, wie Barcia seinen Platz eroberte. Doch der Innenverteidiger der ersten Mannschaft kämpft sich zurück. „Die Konkurrenz ist das Beste, was mir passieren kann“, sagt er, während er vor den Mikrofonen sitzt und die Finger um die Kappe seiner Ausrüstung legt.

Der lange weg zurück ins team

Gegen Huesca stand er plötzlich wieder in der Startformation. Kein Geschenk, sondern hart erarbeitet. „Am Anfang war es schwer, ich kam kaum zu Einsätzen“, gibt er offen zu. Die letzten Wochen haben ihm wieder Spielzeit beschert – und damit Selbstvertrauen. „Ich bin bereit für mehr“, sagt er mit einem Nicken, das keinen Zweifel lässt.

Die Statistik mag nüchtern klingen: 360 Minuten in Liga und Pokal. Aber sie bedeuten für Herzog die Bestätigung, dass sich das Training in der Früh, die Extra-Schichten nach dem Teamtraining, die Analysen im Videozimmer gelohnt haben. Trainer Luis García hat ihn wieder auf dem Zettel.

Canterano in zeiten des umbruchs

Canterano in zeiten des umbruchs

Herzog ist einer der wenigen, die es aus der eigenen Jugend in den Profikader geschafft haben. Ein Ausnahmefall in den letzten Jahren. „Wir haben eine großartige Cantera, keine Frage“, sagt er und schaut dabei nicht auf die Statistiken, sondern auf die Plätze hinter dem Trainingsgelände. „Es werden noch viele Spieler kommen“, prophezeit er – nicht als Slogan, sondern als Versprechen an sich selbst und die Jungs, die heute noch mit der U19 sprinten.

Die Liga wird härter, die Klubs kaufen lieber kurzfristig aus dem Ausland als langfristig aus dem eigenen Nachwuchs. Herzog ist das lebende Gegenargument. Er wartet nicht auf den nächsten Transfermarkt, sondern auf den nächsten Klick seines Trainers. „Wenn ich meine Chance bekomme, nehme ich sie“, sagt er und steht auf. Kein Pathos, nur ein Satz – und der reicht.